Mittwoch, 24. August 2011

Gezielter und zeitsparender Recherchieren mit Yebol

[ursprünglich veröffentlicht am 02.08.2009 von Prof. Dr. Wolfgang Schumann]

Eine Seite mit übersichtlich organisierten und hochrelevanten Ergebnissen zu jeder Suche anstelle von Hundertausenden oder gar Millionen von Links in einer nicht enden wollenden Liste – das dürfte der Traum eines jeden sein, der darauf angewiesen ist, möglichst schnell möglichst professionelle Antworten auf seine Fragen im Web zu bekommen. Eben das ist es, was Ihnen Yebol bietet, und deswegen möchte ich Ihnen diese neue Suchmaschine heute kurz vorstellen.

Den Hintergrund für die wirklich verblüffenden Fähigkeiten von Yebol bildet eine Kombination von neuartigen, patentierten imageAlgorithmen, mit deren Hilfe die Suchmaschine nicht einfach - gleichsam ohne Sinn und Verstand - Ergebnisse auflistet, sondern Suchbegriffe, Websites, Seiten und Inhalte clustert und kategorisiert. Um voll von diesen Funktionen profitieren zu können, müssen Sie die semantische Suche, die derzeit rund 10 Millionen zentrale Begriffe umfasst, nutzen. Dieser Bestand soll noch während der derzeitigen Betaphase kontinuierlich und gezielt weiter ausgebaut werden.

Der erste Eindruck aufgrund zahlreicher Beispiel-Recherchen zu ganz unterschiedlichen Gebieten, die ich die letzten Tage durchgeführt habe, ist sehr gut. Demgegenüber sieht das neue Bing ganz schön alt aus, auch wenn - zugegebenermaßen - dessen Hintergrundbilder weitaus schöner sind.

Dienstag, 23. August 2011

Webbasierte Visualisierungsprogramme: Lovely Charts und Gliffy Relaunch

[ursprünglich veröffentlicht am 27.07.2009 von Prof. Dr. Wolfgang Schumann]

Visualisierung spielt in unserer eigenen Arbeit eine herausragende Rolle. Sehen Sie sich beispielsweise einmal unseren Themenkomplex zur EU auf dem UNESCO-Bildungsserver D@dalos – und hier insbesondere den Grundkurs 2, “Was ist die EU?” – an, dann wissen Sie, wovon die Rede ist und können beurteilen, warum wir diese gerade bei sehr komplexen Gegenständen, zu denen die EU ganz zweifellos gehört, für unverzichtbar halten. Aus diesem Grund stellen wir Ihnen auch an dieser Stelle immer wieder Anwendungen vor, mit deren Hilfe Sie entweder umsonst oder gegen eine geringe Gebühr selbst Visualisierungen erstellen können, wie zum Beispiel vor einigen Wochen Creately.

Heute soll es um einen Newcomer, Lovely Charts, und um einen alten Hasen, Gliffy, gehen, der allerdings gerade eine umfassende Verjüngungskur erfahren hat. Dass es sich in beiden Fällen um webbasierte Programme geht, erübrigt sich hier fast zu erwähnen.

Lovely Charts

Beginnen wir mit dem Herausforderer, Lovely Charts, der sich durch eine sehr durchdachte und intuitiv bedienbare Benutzeroberfläche auszeichnet. Die Shape-Bibliotheken dürften für die meisten Zwecke mehr als ausreichend sein, und außerdem können Sie eigene Bilder und Symbole importieren. Mehr braucht dazu gar nicht gesagt zu werden, steht doch ein ausführliches, 15 Minuten langes Videotutorial zur Verfügung, das Sie mit allen Funktionen vertraut macht.

Schade ist – zumindest auf den ersten Blick –, dass die kostenlose Basisversion in ihren Möglichkeiten doch sehr beschränkt ist, wie dieser tabellarische Vergleich zwischen Basis- und Premiumversion zeigt. Vor allem die Tatsache, dass Diagramme nicht mit anderen geteilt werden können, schlägt sehr zu Buche. Wenn man dann allerdings erfährt, dass die Premiumversion für gerade mal 29 € im Jahr genutzt werden kann, und dem die Kosten für eine Visio-Vollversion gegenüberstellt, ist das gerdezu lächerlich wenig und ein mehr als faires Entgelt für eine gute Software.

Gliffy

Ein Gliffy Premiumaccount kostet im Vergleich dazu mit rund 42 € für einen Nutzer und rund 210 € für 10 Nutzer pro Jahr doch deutlich mehr, bietet allerdings auch eine ganze Reihe gerade für Teams sehr nützliche Funktionen, wie beispielsweise ein Rechtemanagement für verschiedene Ordner, Nutzermanagement etc.

Die Nutzeroberfläche ist meines Erachtens mit dem Relaunch deutlich übersichtlicher geworden, und auch die Schwierigkeiten beim Einfügen von Grafiken, die ich manchmal in der Vorversion hatte, scheinen verschwunden zu sein. In diesem Zusammenhang ist übrigens auch die integrierte Yahoo! Bildersuche zu erwähnen, die es, ohne Gliffy zu verlassen, ermöglicht, nach geeigneten Grafiken oder Fotos zu suchen und diese direkt in Ihr Gliffy-Schaubild einzufügen.

Und was, Lovely Charts oder Gliffy, soll ich nun nutzen? – mögen Sie fragen. Das bemisst sich nach Ihren speziellen Anforderungen und das sollen, müssen und können Sie aufgrund der Möglichkeit, einen kostenlosen Basisaccount anzulegen, natürlich selbst herausfinden. Ich persönlich würde – trotz des Relaunches von Gliffy – eher zum Newcomer Lovely Charts oder zu Creately tendieren. Beiden gegenüber wirkt Gliffy doch mittlerweile etwas altbacken und langsam.

Ihnen wünsche ich auf jeden Fall viel Spaß und Erfolg beim Ausprobieren. Und vergessen Sie nicht, Ihre Werke dann auch in Ihre Manuskripte und Präsentationen aufzunehmen. Alle hier besprochenen Anwendungen bieten den Export in ein Grafikformat an – hier sollten Sie aus Qualitätsgründen immer auf das PNG-Format zurückgreifen –, und diese Grafiken lassen sich kinderleicht in Word oder PowerPoint einfügen.

fefoo - 40 Kategorien und 250 Suchmaschinen auf einen Streich

[ursprünglich veröffentlicht am 25.07.2009 von Prof. Dr. Wolfgang Schumann]

Angesichts der riesigen Anzahl von möglichen Themenbereichen, nach denen Sie im Web suchen und der Tausenden von Spezial-Suchmaschinen, mit denen Sie danach recherchieren könnten, ist es praktisch nicht mehr möglich, auch nur einigermaßen den Überblick zu behalten und jeweils den Spezialisten auszuwählen, der die besten Ergebnisse verspricht. Eben dieses Problem versuchen Such-Interfaces, wie beispielsweise der Browsys Advanced Finder, den wir Ihnen unter dem Namen Intelways vor langer Zeit einmal vorgestellt hatten, zu lösen, indem Sie Ihnen von einer Stelle aus den Zugriff auf möglichst viele Kombinationen von Kategorien und (Spezial-)Suchmaschinen offerieren. Einen neuen Vertreter dieser Spezies, nämlich fefoo, möchte ich Ihnen nachstehend kurz vorstellen.

Die Anzahl der Kategorien, die Sie auswählen können, ist keineswegs auf die sechs Registerkarten beschränkt, die Sie oberhalb des Eingabefeldes für die Suchbegriffe sehen. Sie erschließt sich vielmehr erst, wenn Sie nach einem Klick auf das Dropdownfeld “more” auswählen. Dann erscheint ein kleines Popup-Fenster mit einer langen Liste, aus der Sie aus- oder abwählen können.

Nachdem Sie dann Ihre bevorzugten Kategorien zusammengestellt haben, wählen Sie für jede Suche links die Kategorie – in unserem nachstehend abgebildeten Beispiel “Books” - und aus dem rechten Drimageopdownfeld anschließend die Spezial-Suchmaschine aus, mit der Sie recherchieren möchten (im Beispiel “Amazon”). Einfacher – und dennoch sehr zielgerichtet – geht’s nicht.

Evernote ermöglicht (endlich) auch Zusammenarbeit

[ursprünglich veröffentlicht am 26.06.2009 von Prof. Dr. Wolfgang Schumann]

Was für andere Web-Notebook-Lösungen, wie beispielsweise das gute alte und – leider – aufs Altenteil geschickte Google Notebook oder das Zoho Notebook selbstverständlich war und ist, nämlich zusammen mit anderen an einem Notebook arbeiten, und das heißt unter anderem, gemeinsam Inhalte zusammentragen zu können, war bislang bei Evernote nicht möglich. Das war um so bedauerlicher, als Evernote ansonsten eine exzellente Lösung für das “Notetaking” bietet, die neben dem webgestützten Dienst auch eine Anwendung für den Desktop und das Mobilfunktelefon (iPhone und Blackberry) umfasst und das alles auch noch wunderbar synchronisiert.

Das hat sich nun mit einem vor wenigen Tagen erfolgten Update geändert. Mit einem Klick auf den neuen Menüpunkt “Sharing” in der linken vertikalen Navigationsleiste können nun Evernote-Nutzer zu einer Liste all ihrer Notebooks gelangen. Über die Schaltfläche “Start Sharing” bei dem Notebook, das sie teilen möchten, gelangen sie zum entscheidenden Fenster.

Die links zu sehende Option, nämlich ein Notebook zu publizieren, gab es bereits vorher. Neu ist die rechts zur Verfügung stehende Möglichkeit, einzelne Personen zur Zusammenarbeit einzuladen. Allerdings – und das ist, zumindest auf den ersten Blick, der Haken an der Geschichte – steht diese nur Premiumnutzern zur Verfügung. Dabei sollte man aber wissen, dass die Gebühr für diesen wirklich hervorragenden Dienst sich auf gerade mal 5 Dollar pro Monat oder 45 Dollar pro Jahr beläuft. Das ist meines Erachtens für die gebotenen Leistungen mehr als fair und angemessen.

Tools zur gemeinsamen Nutzung von Desktop- und Web-Anwendungen

[ursprünglich veröffentlicht am 25.06.2009 von Prof. Dr. Wolfgang Schumann]

Kürzlich hatte ich über OffiSync berichtet, das es erlaubt, Microsoft Office (in den Versionen 2003 und 2007) und Google Docs leicht und bequem gemeinsam zu nutzen. Nun ziehen aber viele Nutzer das kostenlose und von der Funktionalität her durchaus gleichwertige OpenOffice als Desktop Office Suite vor – und greifen vielleicht auch gerne ab und zu auf Google Docs zurück, zum Beispiel wenn es darum geht, Dokumente gemeinsam mit anderen zu erstellen. Ihnen wollte ich nicht vorenthalten, dass auch für diese Konstellation ein Tool zur Verfügung steht, das eine einfach Synchronisation ermöglicht. Dabei handelt es sich um OpenOffice.org2GoogleDocs, mit dem Sie Ihre Dokumente sowohl nach Google Docs und Zoho exportieren als auch von dort importieren können.

Wem es dagegen primär darum geht, lokale Sicherungskopien seiner Google Docs Dokumente zu erstellen, der ist mit GDocBackup bestens bedient. Damit können Sie übrigens auch festlegen, in welchem Format Sie diese Dateien sichern wollen, so dass es beispielsweise ohne weiteres möglich ist, ihre Präsentationen als PDF-Dokumente zu speichern.

Medline Plus - medizinische Information auf hohem Niveau

[ursprünglich veröffentlicht am 24.06.2009 von Prof. Dr. Wolfgang Schumann]

Wie Sie aus einem früheren Posting wissen, beschäftigen wir uns bei agora-wissen seit einiger Zeit intensiv mit Internetrecherche und Wissensmanagement speziell für Mediziner. In diesem Zusammenhang sind wir auf zahlreiche Quellen und Spezialsuchmaschinen gestoßen, die allerdings primär für ein kundiges Fachpublikum konzipiert sind. Einige wenige aber wenden sich gleichermaßen an Ärzte wie an interessierte Laien, die aus unterschiedlichen Gründen - zum Beispiel als von einer Krankheit betroffener Patient - zuverlässige und didaktisch gut aufbereitete Informationen zu diesem Bereich benötigen. Eben die erhalten Sie bei Medline Plus - gleichermaßen Portal wie Suchmaschine – das ich Ihnen heute vorstellen möchte.

Die Website der “National Library of Medicine” bietet die Gewähr, dass alle Informationsangebote, die Sie dort finden, von Experten geprüft wurden und von daher ein hohes Maß an Verlässlichkeit aufweisen. Und die Fülle dessen, was Sie dort finden, ist, wie auch der nachstehende Screenshot mit den verschiedenen Kategorien zeigt, wirklich überwältigend.

image Unter “Health Topics” finden Sie über 750 Themen geordnet nach Körperregionen bzw. -funktionen, wie Gelenkapparat, Verdauungssystem, Immunsystem, nach Krankheitsgruppen, wie Krebs, Infektionskrankheiten, oder nach Diagnose- und Therapiemöglichkeiten. Wenn Sie dann das Krankheitsbild gefunden haben, das Sie interessiert, erhalten Sie jeweils umfassende Informationen in professioneller und übersichtlicher Weise präsentiert und in sechs Kategorien gegliedert: Basics, Learn more, Multimedia & Cool Tools, Research, Reference Shelf, For You. Die nachstehende Abbildung zeigt Ihnen das beispielhaft für das Krankheitsbild “Brustkrebs”.

Im “Drugs & Supplements”-Bereich erhalten Sie ähnlich umfangreiche und gut aufbereitete Informationen zu Arzneimitteln – verständlicher und umfangreicher als die diesbezüglich oft defizitären Beipackzettel. Die Enzyklopädie enthält über 4.000 Artikel über Krankheiten, Tests, Symptome, Operationen, angereichert mit einer Vielzahl von Fotos und Illustrationen.

Übersichtsseite zum Thema Brustkrebs

image

Dictionary
und News dürften selbsterklärende Kategorien sein, wobei letztere durchaus für medizinisches Fachpersonal interessant sein dürften und im übrigen auch leicht zu nutzen sind; Sie können diese News nämlich auch einfach als RSS-Feed abonnieren! Die Directories, Ärzte- und Klinikübersichten, sind naturgemäß ausschließlich auf die Vereinigten Staaten ausgerichtet.

Für Patienten sehr aufschlußreich dürfte die Kategorie “Surgery Videos” sein, in deren Rahmen eine Fülle von Operationen an allen möglichen Organen per Video nachvollzogen werden kann. Ärztinnen und Ärzte dagegen dürften von der Übersicht über derzeit fast 75.000 in 167 Ländern laufende klinische Erprobungen und Versuche (ClinicTrials.gov) profitieren, die ein Stück weit in die Zukunft neuer Diagnose- und Therapiemöglichkeiten blicken lassen.

Vorbildlich, kann man da nur sagen, und das umso mehr, als sich dieser umfassende Fundus medizinischen Wissens natürlich auch bequem – von der Eingangsseite aus, aber auch im Rahmen einzelner Kategorien – recherchieren lässt. Schade, dass – zumindest nach meiner Kenntnis – kein vergleichbar umfassendes und professionelles Angebot in deutscher Sprache verfügbar ist (falls Sie doch eines kennen sollten, lassen Sie es mich über Ihren Kommentar wissen).

"Web 2.0 in der Schule" - ein Unterrichtspaket von agora-wissen

[ursprünglich veröffentlicht am 19.06.2009 von Prof. Dr. Wolfgang Schumann]

Wenn es in den letzten Monaten auf dem agora-wissen-Blog ruhiger war, als wir uns das gewünscht hätten, dann hatte das nicht zuletzt damit zu tun, dass wir intensiv an dem Produkt gearbeitet haben, das ich Ihnen heute vorstellen möchte. Es handelt sich um ein am 15. Juli 2009 erscheinendes Unterrichtspaket (Manuskript und CD-ROM) mit dem Titel “Web 2.0 in der Schule” (Online-Bestellung).

Der Gegenstand, mit dem es sich beschäftigt, könnte spannender und bedeutsamer kaum sein, denn die Entwicklung des Internet in den letzten fünf, sechs Jahren, die zusammenfassend mit dem Begriff Web 2.0 beschrieben wird, kommt für viele Bereiche, wie Politik oder Wirtschaft, insbesondere aber für Lehren und Lernen, einer Revolution gleich.

An wen wendet sich das Unterrichtspaket?

Das Unterrichtspaket wendet sich an alle Lehrerinnen und Lehrer, unabhängig von den Fächern, die sie unterrichten, denn die vorgestellten Instrumente können im Sprachunterricht ebenso genutzt werden wie in den naturwissenschaftlichen Fächern, im Musik- und Kunstunterricht, in Politik oder Geschichte. Es dient dem Selbststudium, ist aber auch - das gilt vor allem für die Präsentationen und Videos - für den direkten Einsatz im Unterricht geeignet. Neben Lehrerinnen und Lehrern dürften auch Dozentinnen und Dozenten an Hochschulen und Universitäten oder in der Erwachsenenbildung in hohem Maße von der Lektüre des Manuskripts sowie insbesondere auch den Tutorials auf der CD profitieren.

Worum geht es inhaltlich?

Inhaltlich geht es einmal darum, zu erläutern, was Web 2.0 ist und wo und wie es sich auswirkt. Dies geschieht in erster Linie im Rahmen des beiliegenden Manuskripts. Auf der CD-ROM machen wir Sie eingehend mit den neuen und neuartigen Möglichkeiten und Instrumenten vertraut, die das Web 2.0 für Ihre Arbeit und Ihren Unterricht offeriert und die vor allem drei umfangreiche Bereiche betreffen:
  • Ihre persönliche, aber auch die Arbeitsorganisation in der Institution „Schule“;
  • Recherche und Wissensmanagement im Internet sowie
  • Instrumente zur Ergänzung und Bereicherung Ihrer Unterrichts.
Da ein Blogposting, das Ihnen dieses Paket näher vorstellt, viel zu lange würde, habe ich ein 13 Seiten langes PDF-Dokument für Sie zusammengestellt, das alle notwendigen Informationen enthält: Das Inhaltsverzeichnis und Auszüge aus einzelnen Kapiteln, die auch einen sehr guten Eindruck von den Inhalten der CD-ROM vermitteln, die 15 Präsentationen im Umfang von über 400 Seiten, 18 Videotutorials mit rund eineinhalb Stunden Laufzeit sowie Software umfasst.
Web 2.0 für Schulen (Vorschau)

Relaunch von ScienceResearch.com

[ursprünglich veröffentlicht am 17.06.2009 von Prof. Dr. Wolfgang Schumann]

Dass bei der Suche nach wissenschaftlichen Quellen Spezialsuchmaschinen gefragt sind, ist Ihnen als Leserin oder Leser des agora-wissen-Blogs sicherlich vertraut. Wenn diese Spezialsuchmaschinen darüber hinaus noch in der Lage sind, das so genannte Deep oder Invisible Web zu erschließen, das vom Umfang her weitaus größer ist als der Teil des Internet, den Google & Co. kennen, dann sollte man aufhorchen. Wenn es sich dann auch noch um eine so genannte Federated Search Engine handelt, die es ermöglicht, von einer Stelle aus gleichzeitig zahlreiche wichtige Datenbanken im Deep Web zu recherchieren, dann ist ein Blogposting zwingend.

Den Anlaß zu diesem Posting gab ein umfassender Relaunch von ScienceResearch.com, einer Suchmaschine, die 2005 als Instrument zur Recherche nach Inhalten in wissenschaftlichen Zeitschriften an den Start gegangen war, mit der Deep Web Technologies, das Unternehmen, das hinter diesem und zahlreichen anderen Projekten zur Recherche des Deep Web, wie beispielsweise biznar (Business Search), mednar (Medizinrecherche) oder Scitopia (Wissenschaftssuche mit Schwerpunkt auf naturwissenschaftlichen Disziplinen) steckt, nun aber viel vorhat. Ziel ist es, das weltweit umfassendste Suchportal für wissenschaftliche Recherchen zu werden. Und weiter:
“Additionally, the portal seeks to make "long tail science," the very specialized science that may appear to be of limited interest, available to a larger audience through which applications may be found. Hopefully, the portal is designed to serve as a catalyst for scientific discoveries and innovative solutions. "Our goal is to make more science research available to more individuals than any other portal," says Abe Lederman, founder, president, and CTO of Deep Web Technologies.” (Paula J. Hayne, Blogposting, Jun 15, 2009)

Schon jetzt erlaubt es ScienceResearch, gleichzeitig und in Echtzeit, also nicht auf der Grundlage eines Indexes, mehr als 400(!) wissenschaftliche Datenbanken mit hochkarätigen Inhalten zu recherchieren, wobei Sie sich durch die Auswahl einer der 15 Kategorien von vornherein auf Ihr Interessensgebiet konzentrieren können.

Aber nicht nur diese Option der Vorauswahl, sondern insbesondere auch die zahlreichen Möglichkeiten zur Verfeinerung der Recherche, die im Fenster mit den Suchresultaten angeboten werden, erlauben es schnell und sehr zielgenau die gewünschten Ergebnisse zu finden. Hier sind nicht zuletzt die Cluster zu erwähnen, die auf der linken Seite eingeblendet werden. Darüber hinaus habe ich aber auch die Optionen zur unterschiedlichen Reihung der Resultate (Ranking, Datum, Titel, Autor) sowie zur Beschränkung der Anzeige auf ganz bestimmte Datenbanken als außerordentlich hilfreich empfunden.

Das alles - und dazu gehört selbstverständlich auch und gerade die exzellente Qualität der Suchresultate - macht ScienceResearch für jede Wissenschaftlerin und jeden Wissenschaftler zu einem absolut unverzichtbaren Instrument.

Universität 2.0 - lesenswerter Beitrag von Don Tapscott

[ursprünglich veröffentlicht am 11.06.2009 von Prof. Dr. Wolfgang Schumann]

Dass Web 2.0 Lehren und Lernen tiefgreifend verändert hat und uns neue, neuartige und vielversprechende Möglichkeiten an die Hand gibt, die es zu nutzen gilt, dürfte zumindest in Insiderkreisen mittlerweile ein Gemeinplatz sein. Unzählige Publikationen, wie zum Beispiel die exzellente Monografie von Will Richardson, Blogs, Wikis, Podcasts, And Other Powerful Web Tools For Classrooms, aber auch wir hier im agora-wissen-Blog, haben seit Jahren immer wieder darauf hingewiesen. Aber wie sieht es eigentlich mit der Umsetzung dieser Erkenntnis in den Universitäten aus? Was könnten, was müssten diese tun?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein außerordentlich interessanter Beitrag von Don Tapscott, dem Mitautor des Bestseller “Wikinomics”, über den wir vor einiger Zeit berichtet hatten. Mit einem längeren Zitat, das ich ausgewählt habe, möchte ich Sie nachdrücklich dazu ermuntern, den ganzen Beitrag zu lesen. Es lohnt sich.
“In the old model, teachers taught and students were expected to absorb vast quantities of content. Education was about absorbing content and being able to recall it on exams. You graduated and you were set for life - just “keeping” up in your chosen field. Today when you graduate you’re set for say, 15 minutes. If you took a technical course half of what you learned in the first year may be obsolete by the 4th year. What counts is your capacity to learn lifelong, to think, research, find information, analyze, synthesize, contextualize, critically evaluate it; to apply research to solving problems; to collaborate and communicate. This challenge to the existing order raises a deeper issue — the purpose of the university.
'The time has come for some far reaching changes to the university, our model of pedagogy, how we operate, and our relationship to the rest of the world,' says Luis M. Proenza, president of the University of Akron.”
Recht hat der Mann! Bleibt mir nur noch, Ihnen viel Spaß beim Lesen zu wünschen.

Professionelle Internetrecherche und Wissensmanagement für Mediziner - ein Seminar von agora-wissen

[ursprünglich veröffentlicht am 10.06.2009 von Prof. Dr. Wolfgang Schumann]

Präzise zu recherchieren, in seinem Wissensgebiet auf dem Laufenden zu bleiben, Wissen und Informationen schnell wieder zur Verfügung zu haben – das ist offensichtlich in allen Bereichen wissenschaftlichen Arbeitens zu einem entscheidenden Erfordernis geworden. Es gibt allerdings ein Feld, in dem dies nicht nur wichtig ist, sondern im wahrsten Sinne des Wortes überlebenswichtig sein kann, die Medizin. Auch hier gilt natürlich, dass grundsätzlich all die fantastischen Möglichkeiten zur Verfügung stehen, über die Sie als Leserin oder Leser des agora-wissen-Blogs Bescheid wissen: medizinische Spezialsuchmaschinen, Alerts, die Suchergebnisse automatisch auf den neuesten Stand bringen, RSS-Feeds, automatische Übersetzung etc.

Aber haben Sie je bei einem Besuch in einer Praxis Ihren Arzt oder Ihre Ärztin auf eine Frage hin schnell seine oder ihre RSS-Feeds durchgehen oder eine der medizinischen Suchmaschinen konsultieren sehen? Mit großer Wahrscheinlichkeit nicht. Das liegt in den meisten Fällen aber nicht daran, dass diese Personengruppe nicht bereit wäre, neue Möglichkeiten zu nutzen, sondern daran, dass sie einfach nicht weiß, dass es Web 2.0, ein Deep Web, medizinische Spezialsuchmaschinen, RSS und vieles andere mehr gibt, und von daher das Potenzial, das diese Instrumente bieten, um sich auf dem Laufenden zu halten, überhaupt nicht kennen kann.

Der Grund ist offensichtlich: Diejenigen, die gleichsam an der Front der medizinischen Versorgung stehen, die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, sind in der Regel mit anderen Aufgaben hoffnungslos überlastet und haben von daher eben einfach nicht die Zeit, sich darüber zu informieren.

Dies waren, kurz gesagt, die Überlegungen, die uns dazu veranlasst haben, über eine Lösung für dieses Problem nachzudenken, und wir sind fest davon überzeugt, eine gefunden zu haben. Sie besteht aus einem eintägigen Seminar, an dessen Konzeption und Inhalten wir in den letzten Monaten intensiv gearbeitet und gefeilt haben. Diese Fortbildung - "Professionelle Internetrecherche und Wissensmanagement für Mediziner" - ergänzt ab sofort unser Portfolio an Seminaren für Professoren, Dozenten, Journalisten etc. Mehr dazu finden Sie auf unserer Website...

Springpad - das Schweizer Taschenmesser für Ihre Online Organisation

[ursprünglich veröffentlicht am 09.06.2009 von Prof. Dr. Wolfgang Schumann]

Web-Notebooks, mit deren Hilfe Sie schnell und bequem Websites – oder Teile davon –, die für Sie interessant sind, online auf dem Server des jeweiligen Dienste-Anbieters speichern und zum Teil sogar anschließend bearbeiten sowie mit Hilfe von Tags sehr gut erschließen und so das spätere Wiederauffinden erleichtern können, gibt es eine Vielzahl. Ein Beitrag des Mashable Blogs etwa führt allein 17 auf! Ein gutes Beispiel dafür ist Evernote.

Mindestens eben so groß dürfte die Anzahl der webbasierten Personal Organizer – Beispiele wären hier Remember the Milk oder der Zoho Planner – sein. Lösungen, die beides in wirklich überzeugender Form vereinigen, habe ich allerdings bislang noch nicht kennengelernt – mit Ausnahme von Springpad, und das ist der Grund, warum ich Ihnen diesen Dienst heute vorstellen möchte.

Die Grundlage für die Arbeit mit Springpad bilden – Springspads, das sind im Grunde nichts anderes als einzelne Notebooks, die Sie für die verschiedensten Themengebiete anlegen können. Der Unterschied zu Diensten wie dem Google Noteboimageok oder Evernote besteht darin, dass Ihnen Springpad zahlreiche vorgefertigte oder vorstrukturierte Lösungen für die unterschiedlichsten Zwecke anbietet. Der Screenshot zeigt Ihnen einen kleinen Ausschnitt der rund 60 Angebote, und zwar die Kategorien “Career and Education” sowie “Get Organized”.
In der nächsten Abbildung sehen Sie eine derartige vorstrukturierte Lösung, den “School Project Manager”. Wie Sie unter (1) erkennen können, wurden schon drei verschiedene Registerkarten für Sie angelegt, die die Übersicht enorm erleichtern. (2) vermittelt eine – nicht vollständige – Übersicht der Elemente die Sie in ein Springpad einfügen können. Auch diese Auswahl erweist sich in der täglichen Praxis als sehr hilfreich. Sie können etwa bei einem Projekt mit dem “Budget” Ihre Kosten im Blick behalten, ein Treffen oder Termine ganz allgemein planen, Dateien hochladen und Ihren Projekten hinzufügen usw.

Beispiel für ein vorgefertigtes Springpadimage

Wenn Sie Springpad, so, wie ich jetzt schon seit ca. zwei Monaten, regelmäßig nutzen, kommen natürlich nach und nach immer mehr Springpads hinzu. Aufgrund der Orientierungshilfen in Form von Tags sowie Übersichtsseiten, die Sie mit Hilfe von allen möglichen Filtern ganz individuell gestalten können, verlieren Sie dennoch nie den Überblick und haben blitzschnell immer die Informationen parat, die Sie gerade brauchen.

Das Verschieben oder Kopieren von einzelnen Elemente zwischen Springpads geschieht ganz einfach per Drag and Drop. Ebenfalls kinderleicht ist das Hinzufügen von Web-Snippets. Beim Anmelden für Springpad ziehen Sie ein kleines Bookmarklet in die Symbolleiste Ihres Browsers. Wenn Sie dann Inhalte von einer Website hinzufügen möchten, markieren Sie diese, klicken auf das Bookmarklet, füllen die Angaben im sodann erscheinenden Dialogfenster aus, das heißt insbesondere, dass Sie ein Springpad auswählen, in dem Sie den Ausschnitt speichern wollen und Tags vergeben können.

Bei Springpad handelt es sich – lassen Sie sich da nicht durch die Rezeptsammlungen oder Restaurantübersichten, die Sie in öffentlichen Springspads finden, täuschen – um eine hochprofessionelle Lösung, mit der ich alle meine Aufgaben in Forschung, Lehre, beim Schreiben von Manuskripten oder Seminarpapieren, aber auch im privaten Bereich organisiere. Eine Lösung, für die ich sogar - und das will einiges heißen - Remember the Milk aufgegeben habe.

Ich kann Ihnen nur empfehlen, Springpad einmal für einige Tage auszuprobieren, was umso leichter fällt, als der Dienst kostenlos ist. Es lohnt sich wirklich.

OffiSync - Cloud oder Desktop, das ist hier nicht mehr die Frage

[ursprünglich veröffentlicht am 07.06.2009 von Prof. Dr. Wolfgang Schumann]

Mit OffiSync steht seit kurzem eine Software zur Verfügung, die Ihre lokale Microsoft Office Suite (in den Versionen 2003 oder 2007) und Ihren Google Docs Account in geradezu idealer Weise verbindet. Nach der Installation der Software finden Sie in Ihren Office-Anwendungen (Word, Excel und Powerpoint) eine neue Menüleiste, die Ihnen - nach Anmeldung und Autorisierung - direkten Zugriff auf Ihre Google Docs gibt. Sie können Dokumente dort speichern und von dort öffnen, neue Dokumente anlegen, neue Verzeichnisse erstellen oder alte, nicht mehr gebrauchte löschen usw.

Nun mögen Sie fragen, weshalb das denn überhaupt nötig sei, bietet doch Microsoft mit dem kürzlich besprochenen Office Live Work Spaces selbst eine Lösung an, die es erlaubt, Office Dokumente online zu sichern und dort auch mit anderen zusammen zu bearbeiten. Der Grund ist einfach der, dass das Teilen von und die gemeinsame Arbeit an Dokumenten bei Google Docs deutlich besser und komfortabler möglich ist als bei Office Live Work Spaces. Das gilt insbesondere für die Zusammenarbeit in Echtzeit.

Mit anderen Worten: Sie vereinen mit OffiSync die Vorzüge der Cloud und des Desktops im Rahmen einer einfach zu handhabenden, aber dennoch sehr funktionsreichen Lösung. Ich bin mir sicher, Sie werden die zusätzlichen Optionen, die sich mit OffiSync für Ihre Arbeit eröffnen, in Kürze nicht mehr missen wollen.

Deep Web Suchmaschinen in den Browser integrieren

[ursprünglich veröffentlicht am 06.06.2009 von Prof. Dr. Wolfgang Schumann]

image
Der weitaus überwiegende Teil der für Forschung und Lehre relevanten Quellen liegt im so genannten Deep oder Invisible Web verborgen, das durch Suchmaschinen wie Google, Yahoo! oder Ask aus technischen Gründen nicht erfasst werden kann (ausführliche Erläuterungen dazu finden Sie in einem außerordentlich informativen Beitrag bei Answers.com).

Das muss als ein umso gravierenderer Tatbestand angesehen werden, als nach den in diesem Artikel referierten Schätzungen das von Google & Co. erfasste Surface Web gerade mal 7.500, das Invisible Web 91.000 Terabyte an Daten umfasst!

Sie können also, wenn Sie sich bei Ihren Recherchen auf die üblichen Suchmaschinen verlassen, absolut sicher sein, exzellente Quellen zu Ihrem Fach- und Interessensgebiet zu verpassen. Was aber tun?

Nun, integrieren Sie doch einfach gleich einige der herausragenden Deep Web Suchmaschinen direkt in Ihren Browser, dann kommen Sie erst gar nicht mehr in Versuchung, sich allein auf Google zu verlassen. Und das geht so. Surfen Sie zur Website von DeepWeb Technologies, einem der Pioniere in Sachen Deep Web Suche, und fügen Sie die dort angebotenen Suchmaschinen, die alle jeweils gleichzeitig zahlreiche Deep Web Datenbanken durchsuchen, per Mausklick dem Suchfeld Ihres Browsers (funktioniert derzeit mit dem Internet Explorer und Firefox) hinzu, so, wie Ihnen das der Screenshot zeigt.

imageDann können Sie ab sofort Ihre Suchbegriffe in das Suchfeld rechts oben im Browserfenster eingeben und dort eine dieser Suchmaschinen für Ihre Recherche auswählen (siehe Screenshot), und ich versichere Ihnen, Sie werden nicht nur über die Qualität der Resultate, sondern auch die vielfältigen Möglichkeiten, die Ergebnisse zu verfeinern, zu speichern, sich zukünftig automatisch über neu hinzugekommene Quellen informieren zu lassen, verblüfft sein – und sich nie mehr vorstellen können, wie Sie bislang allein mit Google zurechtgekommen sind.

Viel Spaß und Erfolg bei Ihren Recherchen im Deep Web!

Creately: Online Schaubilder erstellen

[ursprünglich veröffentlicht am 05.06.2009 von Prof. Dr. Wolfgang Schumann]

Gerade heute ist in einem Posting des Mindjet-Blogs, das die Ergebnisse einer Studie der Wharton School of Business referiert, einmal mehr auf die herausragende Bedeutung von Visualisierung hingewiesen worden, wenn es darum geht, Sachverhalte klar und verständlich zu präsentieren. Anlass für mich, Sie mit einer webbasierten Anwendung, Creately, bekannt zu machen, die es Ihnen aus vielerlei Gründen leicht macht, Gedanken, Ideen, komplexe Sachverhalte etc. zu visualisieren.

Das liegt einmal an der exzellent gestalteten Nutzeroberfläche, die Ihnen, wie der nachstehende Screenshot zeigt, bei jedem Arbeitsschritt die Instrumente bereitstellt, die Sie gerade benötigen. Es liegt zum zweiten an der Vielzahl der imagequalitativ hochwertigen Shapes, die in verschiedenen, thematisch gegliederten Gallerien zur Verfügung stehen. Hinzu kommt drittens die verblüffende Geschwindigkeit, mit der Sie arbeiten können, die Sie nie merken lässt, dass Sie nicht auf dem Desktop, sondern im Browser arbeiten.

Als exzellent dürfen darüber hinaus die Möglichkeiten der Zusammenarbeit bezeichnet werden, die Creately offeriert. Und schließlich funktioniert auch der Export von Creately-Schaubildern als PDF- oder Grafikdatei (in die Formate JPG und PNG – Sie sollten, wenn Sie qualitativ hochwertige Ergebnisse benötigen, immer das letztere wählen) sehr gut. Übrigens ganz im Gegensatz zu Gliffy, einem direkten Konkurrenten zu Creately! Hier kommt es zumindest bei mir beim Export als Grafik immer wieder zu Problemen.

Obamas Kairo-Rede per SMS - Government 2.0 mobil

[ursprünglich veröffentlicht am 04.06.2009 von Prof. Dr. Wolfgang Schumann]

Wenn Sie sich auch nur etwas für Politik interessieren, werden Sie wissen, dass heute eine außerordentlich bedeutsame Rede von Barack Obama in Kairo ansteht. Eine Rede, mit der das Verhältnis der Vereinigten Staaten zur arabischen Welt auf eine neue Grundlage gestellt werden soll. Das ist aber nicht der einzige Grund, weswegen dieses Ereignis Interesse verdient. Es markiert auch eine neue Qualität in der Nutzung des Web und mobiler Endgeräte zur Information und Einbeziehung des Publikums.

Während die bisherigen, außerordentlich umfangreichen, intensiven und in ihrer Qualität bislang einmaligen Bemühungen Obamas zur Einbeziehung des Web 2.0 sowohl während seiner Wahlkampagne (vergleiche zum Beispiel den Beitrag von Michael Arrington “The Internet As A Force In Politics: “Obama Would Not Have Won Without The Internet” vom 08.11.2008) als auch seit Beginn seiner Präsidentschaft (vergleiche dazu die Übersicht auf usa.gov) primär auf seine Landsleute abzielten, soll diesmal ein internationales Publikum angesprochen werden.

Und das nicht nur über Facebook und MySpace, auf denen das Manuskript der Rede in insgesamt 13 Sprachen zur Verfügung stehen wird, sondern auch per SMS! Angesichts der massiven Zensur des Web in vielen Ländern - aktuell aufgrund des Jahrestags der furchtbaren Ereignisse auf dem Platz des Himmlischen Friedens vor allem in China - ein sehr kluger Schachzug! Die Anmeldung für diesen SMS-Service ist denkbar einfach. Man surft zu America.gov und füllt dort ein einfaches Formular aus. Sie werden auf diese Weise aber nicht nur informiert, sondern sind auch aufgefordert, zurückzuschreiben und Ihre Meinung zu sagen, und das State Department wird einen Teil dieser Kommentare auf einer eigenen Website publizieren.

Der 4. Juni 2009 darf also getrost  als Meilenstein angesehen werden – nicht nur für die Entwicklung der Beziehungen der USA zur arabischen Welt, sondern auch mit Blick auf die neue Qualität der Nutzung des Web durch die Politik: für ein internationales Publikum über mobile Endgeräte. Ich bin auf jeden Fall gespannt, sowohl auf die Rede als auch auf die Kommentare – vielleicht ist ja Ihrer auch dabei!