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Mittwoch, 16. März 2016

Lizenzhinweisgenerator

Das Problem ist allgegenwärtig: Schöner sind Artikel mit Bildern, aber das Urheberrecht ist so kompliziert, dass wir lieber darauf verzichten. Immerhin gibt es seit einigen Jahren Creative Commons Lizenzen, die es erlauben, ein Bild zu verwenden, aber auch hier muss man korrekte Angaben machen, was die Lizenz betrifft. Nun gibt es - zumindest für die mehr als 30 Millionen Medien auf Wikimedia Commons - eine einfache Lösung, den Lizenzhinweisgenerator. Die Website selbst beschreibt das hilfreiche Tool folgendermaßen:
Diese Webseite soll Ihnen dabei helfen, Bilder aus Wikipedia und dem freien Medienarchiv Wikimedia Commons einfach und rechtssicher nachzunutzen. Alle Bilder, die auf Wikipedia im freien Medienarchiv Wikimedia Commons veröffentlicht werden, sind zwar urheberrechtlich geschützt, stehen aber unter so genannten freien Lizenzen. Diese erlauben eine unkomplizierte Nachnutzung, wenn bestimmte Lizenzbedingungen eingehalten werden. Dafür ist kein gesondertes Einverständnis der Urheber erforderlich. Diese Anwendung soll dabei helfen, die erforderlichen Anforderungen an eine Nachnutzung einzuhalten und Hilfe bei der Verwendung frei lizenzierter Inhalte zu bieten. Dies funktioniert, indem ein Computerprogramm alle Informationen anzeigt, die zusammen in unmittelbarer Nähe zum nachgenutzten Bild abgedruckt bzw. angezeigt werden müssen. Dazu werden Sie durch einen kurzen Dialog geleitet, der Sie zur Art Ihrer individuellen Nachnutzung befragt. Nach Beantwortung dieser wenigen Fragen, können Sie schnell und einfach den entsprechenden Lizenzhinweis auf verschiedene Arten kopieren und in Ihre Veröffentlichung einbinden.
Eine feine Sache, wie das folgende Bild - übrigens das erste Katzenbild hier im Blog - samt vom Lizenzhinweisgenerator erzeugtem Lizenzhinweis zeigt:

Mittwoch, 26. März 2014

Wikimindmap ist zurück

Es gibt unzählige Suchinstrumente im Web, deren Sinn in der Regel darin besteht, dass sie Ihnen dabei helfen, schneller das zu finden, wonach Sie suchen. Aber was macht man eigentlich, wenn man gar nicht weiß, wonach man sucht? Sagen Sie nicht, das gebe es nicht. Es vergeht kaum ein Monat, in dem wir nicht wenigstens ein Mal die Suchhilfe Wikimindmap (http://www.wikimindmap.org) aufsuchen, um uns schnell einen ersten Überblick über ein neues Themengebiet zu verschaffen. Umso bedauerlicher war es, dass Wikimindmap in den letzten Wochen offline war, und umso erfreulicher ist es, dass die Suchhilfe nun wieder zurück ist.

Für was lässt sich Wikimindmap einsetzen? Stellen Sie sich einen Abiturienten vor, der studieren möchte, sich aber noch nicht richtig schlüssig ist, welches Fach es sein soll. Politikwissenschaft oder Soziologie könnten ganz interessant sein, so denkt er, und beschließt, zu Google zu surfen, um etwas mehr über diese beiden Disziplinen zu erfahren. Das ernüchternde Ergebnis: Zu beiden erhält er eine gigantische Anzahl von Quellen angezeigt (2,9 Mio bzw. 8,0 Mio am 19.11.2012), aber keine Hinweise dazu, worum es in den beiden Fächern geht und was Schlüsselfragen oder wichtige Teilbereiche sind.

Probieren Sie selbst, was passiert wäre, wenn er stattdessen Wikimindmap verwendet hätte: Rufen Sie die Suchhilfe auf, wählen Sie unter “Select a Wiki” die deutsche Wikipedia aus (de.wikipedia.org) und geben Sie unter “Enter your Topic” den Begriff “Politikwissenschaft” ein. Wikimindmap durchsucht Wikipedia und zeigt die Resultate in Form einer Mindmap an. Die Unterschiede sind evident. Wikimindmap verschafft auf einen Blick eine Übersicht über die Disziplin und ihre zentralen Teilbereiche und stellt einen hervorragenden Ausgangspunkt dafür dar, diesen Überblick zu erweitern und zu vertiefen.

Zur Handhabung: Um mehr über einen Bereich zu erfahren, klicken Sie einfach auf das Pluszeichen am Ende eines Zweiges, womit sich der Zweig weiter öffnet. Ein Klick auf die grünen Pfeile generiert eine neue Mindmap mit dem jeweiligen Stichwort im Zentrum. Ein Mausklick auf den Text eines Zweiges schließlich öffnet eine neue Registerkarte in Ihrem Browser und zeigt Ihnen den entsprechenden Artikel in Wikipedia an.

Selbstverständlich können Sie nicht nur die deutsche oder englische, sondern auch zahlreiche andere Sprachversionen von Wikipedia auf diese Weise durchsuchen. Bedenken Sie aber, dass die englische Wikipedia (http://en.wikipedia.org) den weitaus umfangreichsten Wissensbestand aufweist.

Sonntag, 21. April 2013

Vorlesungsreihe an der Uni Stuttgart zur "Soziologie des Internet"

Im Sommersemester 2013 führt die Organisations- und Innovationssoziologie an der Universität Stuttgart eine öffentliche Vorlesungsreihe zur "Soziologie des Internet" durch.

Termine und Themen:

Mi., 24. April 2013: 9.45–11.15 Uhr
Max Ruppert (TU Dortmund), Julius Reimer (HBI Hamburg):
Social Web und professioneller Journalismus: Das Beispiel "GuttenPlag".

Mi., 5. Juni 2013: 14.00–15.30 Uhr
Prof. Dr. Tilmann Sutter (Universität Bielefeld):
Herausforderungen der Internetforschung.

Mi., 26. Juni 2013: 9.45–11.15 Uhr
Dr. Sascha Dickel (IÖW Berlin):
"We are all designers now"? Zum Wandel von Produktions- und Konsumrollen durch das Internet.

Mi., 17. Juli 2013: 9.45–11.15 Uhr
Prof. Dr. Leonhard Dobusch (FU Berlin):
"Anonymous" und "Wikipedia": Grenzenlose Organisationen?

Donnerstag, 15. März 2012

Wikipedia und Lernen 2.0

Seit heute ergänzt eine umfangreiche Einführung in die Online-Enzyklopädie Wikipedia ("Wikipedia verstehen") das Kapitel Lernen 2.0 im Online-Lehrbuch zum Web 2.0. Nach wie vor ist Wikipedia an vielen Schulen und Hochschulen zumindest verpönt, häufig sogar verboten. In diesem Abschnitt versuchen wir, die Informationen zusammenzustellen, die für das Verständnis dieses faszinierenden Projekts unerlässlich sind, um abschließend zu argumentieren, warum Wikipedia in Schule und Hochschule nicht nur eingesetzt werden kann, sondern sogar verwendet werden sollte (siehe Fazit). Der Abschnitt gliedert sich in neun Kapitel:

Donnerstag, 9. Februar 2012

Wikipedia verstehen

Im Rahmen eines Projekts an der PH Ludwigsburg beschäftigen wir uns mit der Online-Enzyklopädie Wikipedia. Noch immer lehnen viele Lehrende an Schulen und Hochschulen Wikipedia ab - ein Umstand, der wohl nur mit mangelndem Verständnis hinsichtlich der Enzyklopädie (sowie des Web 2.0 im allgemeinen) erklärt werden kann. In einer Reihe von Postings versuchen wir deshalb dort, Wikipedia und dessen Nutzung zu erläutern. Alle Postings zusammen werden dann als neues Unterkapitel im Abschnitt Lernen 2.0 des Online-Lehrbuchs zum Web 2.0 veröffentlicht. Wer sich mit der Zukunft des Wissens befasst, kommt um eine intensive Auseinandersetzung mit dem faszinierenden Projekt Wikipedia nicht herum.

Bisher erschienen:
Wikipedia Teil I: Wie ist Wikipedia entstanden?
Wikipedia Teil II: Grundprinzipien der Wikipedia
Wikipedia Teil III: Weitere Regeln in der Welt der "freien Enzyklopädie"

Weitere Teile folgen...

Dienstag, 22. November 2011

Warum funktioniert Wikipedia? Aus Liebe!

Wikipedia zählt zu den faszinierendsten Projekten überhaupt. Im Rahmen eines Seminars rund um Web 2.0 und Bildung an der PH Ludwigsburg haben wir nach Ursachen dafür gesucht, dass die Online-Enyklopädie (zumindest bislang) eine hohe Qualität sicherstellen konnte. Das Ergebnis: Es ist die Liebe! Den ganzen Beitrag lesen Sie hier...

Montag, 22. August 2011

Themen auf Wikipedia blitzschnell und systematisch erschließen mit WikiMindmap

[ursprünglich veröffentlicht am 04.06.2007 von Prof. Dr. Wolfgang Schumann]

Wie schwierig es manchmal ist, mit Hilfe einer Internetrecherche komplexe Themenbereiche zu erschließen, wissen Sie alle. Und das gilt insbesondere dann, wenn Sie als Kollegin oder Kollege beginnen, sich einem neuen Forschungsgegenstand zuzuwenden oder Sie als Studierende im ersten Semester versuchen, sich mit Ihrem neuen Fach oder Ihren neuen Fächern vertraut zu machen. Durch einen Beitrag von Chuck Frey, einem der weltweit führenden Experten für Mind Mapping, bin ich heute auf ein neues Rechercheinstrument aufmerksam gemacht worden, das einen erheblichen Beitrag dazu leisten kann, diese Arbeit zu erleichtern, und zwarWikiMindmap.
Was leistet WikiMindmap? WikiMindmap durchsucht Wikipedia (derzeit die Sprachversionen Englisch, Deutsch, Spanisch, Französisch und Italienisch) und zeigt Ihnen die Ergebnisse Ihrer Suche in Form einer Mindmap an; der nachstehende Screenshot beispielsweise das Resultat einer Suche nach "politikwissenschaft" im deutschsprachigen Wikipedia.

Die Ergebnis-Map eröffnet Ihnen verschiedene Optionen. Klicken Sie direkt auf einen Zweig oder Unterzweig springen Sie über einen Hyperlink zum entsprechenden Beitrag in Wikipedia. Klicken Sie auf ein vorhandenes Pluszeichen, wie Sie es etwa unten rechts bei "Studium", "Siehe auch" und "Weblinks" in der obigen Abbildung sehen, differenziert sich das Ergebnis in weitere Unteräste aus, so, wie Sie das im Screenshot bei "Teildisziplinen" erkennen können. Klicken Sie schließlich auf die grünen Pfeile am Ende einzelner Zweige, rückt dieser Zweig in das Zentrum einer neuen Map mit entsprechenden Zweigen. Der nachstehende Screenshot zeigt das für das Beispiel "internationale Beziehungen".

Fazit: Eine exzellente Such- und Navigationshilfe durch die Wikipedia-Enzyklopädie, die Sie unbedingt einmal selbst für Ihr Fach ausprobieren und Ihren Bookmarks hinzufügen sollten! Für Studienanfänger oder Studierende im Grundstudium ein "Muss"!