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Freitag, 12. Februar 2021

Suchmaschinentest: Etools.ch mit Google gleichauf

In Archivalia erschien ein Suchmaschinentest mit einem Vergleich von zehn Suchmaschinen: Etools und Google hatten die besten Ergebnisse - doch ist stets zu beachten, dass auch vergleichende Suchen manchmal Ergebnisse bringen.

Samstag, 5. Mai 2018

Google Talk to Books

Ein neuer (semantischer Recherche-)Dienst von Google kann nun ausprobiert werden. Man stellt Fragen in natürlicher Sprache und Talk to Books liefert Antworten aus den im Fundus befindlichen Büchern. Das Potenzial für Forschung und Lehre ist, so mein erster Eindruck, enorm. Probieren Sie selbst (am besten in englischer Sprache): Talk to Books...

Sonntag, 28. Mai 2017

Suche nach Ähnlichem

Das Netz ist flüchtig. Angeblich sind Inhalte ewig und drei Tage verfügbar, aber wie oft sind Seiten und Angebote verschwunden und nicht einmal über die Wayback Machine des Internet Archives recherchierbar! Manchmal sind es auch bestimmte Anwendungen, so wie die Tools, die wir Ihnen hier vorstellen und dann ist sowieso guter Rat teuer. Welche Alternativen gibt es dazu, wie finde ich ähnliche Angebote? Hier gibt es eine bestimmte Kategorie von Suchmaschinen, die hier helfen können. Similar Site Search ist ein gutes Beispiel dafür: Man gibt die Adresse einer bestimmten Webseite oder Anwendung ein und bekommt eine Liste ähnlicher Webseiten wieder als Ergebnis zurückgespielt. Wenn Sie beispielsweise wissen wollen, welche Wörterbücher ähnlich wie LEO Dictionary ist, geben Sie dict.leo.org in die Suchmaschine ein und bekommen eine Liste. Das klappt oft recht frappierend - aber nicht immer. Wenn Sie ein anderes Beispiel suchen, wäre noch alternativeTo zu nennen. Falls SimilarSiteSearch verschwindet, haben Sie hier die Gelegenheit, nach Alternativen zu suchen!

Mittwoch, 30. März 2016

Zusammenlegung von zwei (Meta-)Suchmaschinen

Das ist ein recht instruktiver Artikel in der Zeit über die (Meta-)Suchmaschinen Ixquick und Startpage. Beide warben mit ihrer diskreten, den Datenschutz berücksichtigenden Art (was nicht verändert werden soll), beide waren recht unterschiedlich. Jetzt sind sie zusammengelegt, offensichtlich funktioniert jetzt auch die Zeiteinschänkungs-Option links, die lange Zeit kein Ergebnis brachte.

Freitag, 4. Dezember 2015

PolyFetch - eine interessante Suchmaschine

Phil Bradley hatte sie - damals noch im beta-Status - im Jahr 2012 vorgestellt und gemeint, dass sich ein Blick durchaus lohne.
Nun, auch der zweite Blick auf PolyFetch gefällt: Das Ranking bei den verschiedenen Suchen ist sehr gut und auch die verschiedenen Optionen mit News, Images und Research geben gute Ergebnisse. Bemerkenswert ist, dass alle vier Optionen eine Google Custom Search Engine als Grundlage haben - wobei unklar ist, welche Webseiten als Grundlage für die Suchergebnisse dienen.

Samstag, 2. Mai 2015

Die Suchmaschine Exalead

Exalead ist eine Marke, die schon sehr lange besteht. Sie war schon in den neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts eine bekannte Suchmaschine. Mittlerweile gehört sie zum Dassault-Konzern, basiert auf einem eigenen Index (Datenbestand) und bietet interessante Suchoptionen, welche andere Suchmaschinen nicht im Angebot haben.
Das sieht man, wenn man "advanced search" anklickt und kein neues Auswahlmenü angezeigt wird, sondern es öffnet sich ein Aufklappmenü, wie Sie es hier rechts sehen und es werden Suchoptionen vorgeschlagen und angezeigt, wie man sie zeilenorientiert umsetzen kann. Beachtenswert beispielsweise, dass es mit NEXT einen "near"-Operator gibt, mit dessen Hilfe man die Nähe zweier Begriffe in der Ergebnismenge erzwingen kann (das geht sonst nur bei Google mit * und bei Bing mit NEAR). Man kann in Exalead sogar Verknüpfungen mit Klammerungen anwenden (beispielsweise (SPD OR Sozialdemokraten) AND (arbeitsmarkt OR arbeitsmarktpolitik), was eine viel exaktere Abfrage erlaubt als die Eingabe bei anderen Suchmaschinen.
Bei der Anzeige der Ergebnisse wird - wie hier links zu sehen - eine Leiste mit Begriffen in verschiedenen Kategorien angezeigt, mit deren Hilfe man weiter einschränken kann. Auch das ist eine Funktionalität, wie man sie sonst nur von Metasuchmaschinen her kennt. Alles in allem bietet Exalead genug Funktionen, dass es sich lohnt, sie einmal in Augenschein zu nehmen!

Donnerstag, 2. April 2015

serioussearch.de als Hilfsmittel bei der wissenschaftlichen Internetrecherche

Screenshot der "advanced search" Eingabemaske von serioussearch.de
"Normale" Suchmaschinen wenden sich an "normale" Nutzer und versuchen, deren Bedürfnisse zu befriedigen. Hier knüpft Prof. Dr. Olaf Resch von der HWR Berlin an. Sein "Recherchewerkzeug" serioussearch.de richtet sich primär an Wissenschaftler, also an Nutzer, die komplexe Recherchen durchführen müssen, die aber auch mehr Kompetenz und Motivation mitbringen als der durchschnittliche Nutzer, an dem sich die gängigen Suchmaschinen ausrichten (müssen).

Die Grundidee von serioussearch.de besteht kurz gesagt darin, komplexe Recherchen zu unterstützen. In einem Beitrag zum Tagungsband der 27. AKWI-Jahrestagung 2014 [pdf] (S. 188 ff.) stellt Resch die Problemstellung folgendermaßen dar:
"Gängige Suchmaschinen unterstützen insbesondere eine effiziente Suche. Die übliche Präsentation der Suchergebnisse in Form eines fixen Rankings ist nicht darauf ausgelegt, eine größere Anzahl von Suchergebnissen zu reflektieren, Ziel ist es vielmehr, dass die gesuchte Information in einem der ersten Ergebnisse zu finden ist. Das zugrundeliegende Paradigma ist der sogenannte zufällige Surfer, eine Art statistischer Durchschnitt, dem die algorithmische Intelligenz eine möglichst schnelle und bequeme Suche ermöglicht. Allerdings ist es fraglich, ob die Suchmaschine, insbesondere bei anspruchsvollen, wissenschaftlichen Recherchen effektiv ist, ob nicht die Suchmaschinenoptimierung einzelner Webseitenbetreiber zu einer zu starken Verzerrung führt und ob nicht die Nutzer zu untypisch für das Paradigma des zufälligen Surfers sind." (S. 189)
Die Eingabemaske (siehe oberer Screenshot) verrät noch nichts über die Möglichkeiten des Recherchewerkzeugs. Ein paar wenige Auswahlmöglichkeiten helfen ebenso bei der Formulierung der Suchanfrage wie eine Autocomplete-Funktion. Richtig interessant wird es aber auf der Ergebnisseite:

Screenshot der Suchergebnissseite von serioussearch.de
Hier bieten sich eine ganze Reihe von interessanten Möglichkeiten zur Trefferdarstellung und Weiterarbeit:
  • a..z: Anzeige der Suchergebnisse in alphabetischer Reihenfolge, also ohne Ranking
  • host: Anzeige nach Informationsquelle
  • detail / undetail: Trefferanzeige mit oder ohne Snippet, dadurch bessere Übersicht über eine größere Anzahl von Suchergebnissen
  • marked / all: man kann sich nur die zuvor ausgewählten Ergebnisse anzeigen lassen
  • alert: Möglichkeit der E-Mail-Benachrichtigung
Screenshot der Keywords-Wolke von serioussearch.de
Besonders erwähnenswert sind fünf weitere Funktionen, die das Recherchewerkzeug bietet:
  • keywords: Man kann sich eine Keyword-Wolke anzeigen lassen, die aus den Suchergebnissen generiert wurde (siehe Screenshot oben), und mit dieser weiterarbeiten.
  • stewViz: Ein Klick auf diesen Menüpunkt führt zu einer interessanten Visualisierung der Suchergebnisse.
  • dropdown-Feld links: Hier finden sich (wissenschaftliche) Kategorien zur Verfeinerung und/oder Weiterführung der Recherche.
  • ähnliche Ergebnisse: Ein Klick auf das Quadrat mit dem Punkt nach einem Suchergebnis stellt das entsprechende Ergebnis ins Zentrum und ordnet die anderen Ergebnisse nach Ähnlichkeit (near to far).
  • verknotetes Suchen: Man kann eine zweite Suche durchführen und mit der ersten Suche zusammen anzeigen lassen, indem man auf den rechten Suchbutton klickt, der mit zwei Lupen dargestellt ist. 
Fazit: Für die LeserInnen unseres Buches Recherche 2.0 und die TeilnehmerInnen unserer Seminare zur professionellen Internetrecherche stellt serioussearch.de ein interessantes neues Angebot dar, das Sie auf jeden Fall testen und in Ihr Arsenal an Suchinstrumenten aufnehmen sollten.

Samstag, 14. Juni 2014

Neue Suchmaschine Instant RSS Search

Die Spezialsuchmaschine Instant RSS Search fühlt sich sehr gut an. Gibt man ein Stichwort wie z.B. “politikberatung” ein, so werden einem Feeds als Ergebnisse angezeigt, die man mit "preview feed" inhaltlich ansehen kann. Die Ergebnisse sind recht aussagekräftig. Dagegen ist RSS micro, ebenfalls eine RSS-Suchmaschine, offensichtlich etwas in die Jahre gekommen.

Vielleicht etwas zum Sinn dieser Sache: RSS-Feeds sind Angebote von Webseiten, Datenbanken und Web 2.0-Diensten, mit deren Hilfe man über Aktualisierungen auf dem Laufenden gehalten wird. Ja, wie bei Facebook, beispielsweise, nur dass Sie Ihre Facebook-Timeline nicht strukturieren können und mittlerweile auch gar nicht mehr alles zu sehen bekommen. Da geht es mit einem RSS-Reader sehr viel besser, sich bezüglich fachlicher Inhalte auf dem Laufenden zu halten!

Mittwoch, 26. März 2014

Wikimindmap ist zurück

Es gibt unzählige Suchinstrumente im Web, deren Sinn in der Regel darin besteht, dass sie Ihnen dabei helfen, schneller das zu finden, wonach Sie suchen. Aber was macht man eigentlich, wenn man gar nicht weiß, wonach man sucht? Sagen Sie nicht, das gebe es nicht. Es vergeht kaum ein Monat, in dem wir nicht wenigstens ein Mal die Suchhilfe Wikimindmap (http://www.wikimindmap.org) aufsuchen, um uns schnell einen ersten Überblick über ein neues Themengebiet zu verschaffen. Umso bedauerlicher war es, dass Wikimindmap in den letzten Wochen offline war, und umso erfreulicher ist es, dass die Suchhilfe nun wieder zurück ist.

Für was lässt sich Wikimindmap einsetzen? Stellen Sie sich einen Abiturienten vor, der studieren möchte, sich aber noch nicht richtig schlüssig ist, welches Fach es sein soll. Politikwissenschaft oder Soziologie könnten ganz interessant sein, so denkt er, und beschließt, zu Google zu surfen, um etwas mehr über diese beiden Disziplinen zu erfahren. Das ernüchternde Ergebnis: Zu beiden erhält er eine gigantische Anzahl von Quellen angezeigt (2,9 Mio bzw. 8,0 Mio am 19.11.2012), aber keine Hinweise dazu, worum es in den beiden Fächern geht und was Schlüsselfragen oder wichtige Teilbereiche sind.

Probieren Sie selbst, was passiert wäre, wenn er stattdessen Wikimindmap verwendet hätte: Rufen Sie die Suchhilfe auf, wählen Sie unter “Select a Wiki” die deutsche Wikipedia aus (de.wikipedia.org) und geben Sie unter “Enter your Topic” den Begriff “Politikwissenschaft” ein. Wikimindmap durchsucht Wikipedia und zeigt die Resultate in Form einer Mindmap an. Die Unterschiede sind evident. Wikimindmap verschafft auf einen Blick eine Übersicht über die Disziplin und ihre zentralen Teilbereiche und stellt einen hervorragenden Ausgangspunkt dafür dar, diesen Überblick zu erweitern und zu vertiefen.

Zur Handhabung: Um mehr über einen Bereich zu erfahren, klicken Sie einfach auf das Pluszeichen am Ende eines Zweiges, womit sich der Zweig weiter öffnet. Ein Klick auf die grünen Pfeile generiert eine neue Mindmap mit dem jeweiligen Stichwort im Zentrum. Ein Mausklick auf den Text eines Zweiges schließlich öffnet eine neue Registerkarte in Ihrem Browser und zeigt Ihnen den entsprechenden Artikel in Wikipedia an.

Selbstverständlich können Sie nicht nur die deutsche oder englische, sondern auch zahlreiche andere Sprachversionen von Wikipedia auf diese Weise durchsuchen. Bedenken Sie aber, dass die englische Wikipedia (http://en.wikipedia.org) den weitaus umfangreichsten Wissensbestand aufweist.

Mittwoch, 24. Juli 2013

Near-Operator bei Bing

Wussten Sie, dass nicht nur Google (entweder mit einen * zwischen den beiden Suchwörtern, aber auch mit AROUND(x), wobei x=die maximale Zahl der Wörter zwischen den beiden Suchbegriffen angibt), sondern auch Bing einen “near”-Operator bietet? Karen Blakeman hat eine Matrix erstellt, in welcher die Suchspezifikationen für Google, Bing und DuckDuckGo aufgelistet sind. Sehr schön! [via einem Google-kritischen Eintrag in Blakemans Blog]

Freitag, 16. November 2012

Suchen ohne Tracking: DuckDuckGo

Seit einigen Monaten haben wir die Suchmaschine DuckDuckGo in der Rubrik "allgemeine Suchmaschinen" in unsere Seminar- und Fortbildungsprogramme aufgenommen. Sie bietet ordentliche Ergebnisse, nette Extras und zeichnet sich v.a. dadurch aus, dass sie auf Tracking und Personalisierung (Bubbling) verzichtet. Ein Beispiel:


Eine Suche nach "privacy" zeigt, dass DuckDuckGo in einem Info-Kasten oben versucht, die Frage kurz und schnell zu beantworten. Auf der rechten Seite werden Ergänzungen zu der Suchanfrage vorgeschlagen, die in der Regel durchaus sinnvoll sind (in diesem Fall: +facebook, +google etc.). Klickt man auf den Button "More" oben rechts neben dem Eingabefeld, kann man sich unter den Links "DontTrack" und "DontBubble" anschaulich erklären lassen, was die Suchmaschine im Gegensatz zu Google nicht macht.

"Bubble" bezieht sich auf das viel diskutierte Buch "The Filter Bubble. What the Internet Is Hiding From You" von Eli Pariser, das die Gefahren aufzeigt, die sich aus der Personalisierung von Suchergebnissen ergeben können. Hierzu hat der Gründer von DuckDuckGo, Gabriel Weinberg, eigene Experimente durchgeführt, die in seinem Blog dokumentiert sind.

Mit der eindeutigen Privacy Policy mausert sich DuckDuckGo zu einer echten Alternative für viele Nutzer, das Interesse wächst. Das zeigt sich auch daran, dass gestern sowohl in Spiegel Online als auch in der Zeit Artikel über die Suchmaschine erschienen sind:
Patrick Beuth: "Suchmaschinen-Nutzer erwarten neutrale Ergebnisse" (Interview mit Gabriel Weinberg)
Ole Reißmann: "DuckDuckGo findet ohne Firlefanz"
Und hier noch das erwähnte Buch von Eli Pariser (auf deutsch und im englischen Original):

 

Freitag, 26. August 2011

Wie Google versucht, die Suche zu verbessern


Das Video vermittelt einen Einblick in die Arbeit der Google-Mitarbeiter, die für die Verbesserung der Suche zuständig sind.

Mittwoch, 24. August 2011

Dandelon - eine empfehlenswerte Ergänzung zu lokalen Katalogen


Dandelon
ist ein Verbundkatalog, der für die wissenschaftliche Recherche von großem Interesse ist. Sie haben einen Schlitz, in welchen Sie ein Suchwort/Suchwörter eingeben und schicken es los. Das System setzt Ihre Anfrage intelligent um - beispielsweise werden mit deutschsprachigen Suchitems auch fremdsprachige Dokumente gefunden. Eine weitere Funktionalität enthüllt sich, wenn man auf ein einzelnes Ergebnis klickt: hier sind dann links beschreibende "Deskriptoren" zu finden, anhand derer man das Buch/den Aufsatz besser beurteilen kann, rechts sind meist Titelblatt, Inhaltsverzeichnis und manchmal auch Register des betreffenden Buches eingescannt. Hier sieht man also mehr, als lediglich eine Titelaufnahme! Man hat die Möglichkeit, den Inhalt selbst einzuschätzen (wie oft sagt der Titel eines Buches wenig über den Inhalt aus!) und ggf. verschiedene Auflagen zu vergleichen. Eine gute Möglichkeit, um abzuschätzen, ob sich der Aufwand lohnt, bestimmte Literatur per Fernleihe oder Dokumentlieferservice (wie z.B. Subito) zu beschaffen!

SweetSearch - Suchmaschine für Studierende und SchülerInnen

[ursprünglich veröffentlicht am 01.09.2010 von Prof. Dr. Wolfgang Schumann]

Bei SweetSearch handelt es sich, kurz gesagt, um eine Suchmaschine, die sich bemüht, nur seriöse, vertrauenswürdige, von Lehrerinnen und Wissenschaftlern empfohlene Inhalte in ihren Index einzubeziehen. Das geht sogar so weit – worüber man durchaus geteilter Meinung sein kann –, dass keine Wikipedia-Beiträge angezeigt werden. Ausführlichere Informationen zu den Selektionskriterien finden Sie in einem Blogbeitrag von SweetSearch.

Das Angebot umfasst einmal Sweetsearch, das Hauptrechercheinstrument. Ich habe damit einige Test-Recherchen zu meinen Spezialgebieten durchgeführt und muss sagen, dass die Qualität der Ergebnisse wirklich überzeugt.


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Wie Ihnen der Screenshot zeigt, kommen aber noch eine ganze Reihe weiterer Dienste dazu. SweetSearch4Me wendet sich speziell an jüngere Schüler und könnte beispielsweise durchaus im Englischunterricht der Mittelstufe eingesetzt werden. Bei SweetSearch for School Librarians steht der Name für das Programm. Bei SweetSites handelt es sich um Verzeichnisse interessanter und qualitativ hochwertiger Internetquellen, unterteilt in Quellen für Lehrer und Schüler sowie jeweils nach Ober-, Mittel- und Grundstufe. SweetSearch Biographies sind geradezu prädenistiert für den Englisch-Schulunterricht, und auch die SweetSearch Social Studies mit Tipps und Quellenangaben lohnen mehr als einen Blick. Die Ten Steps to Better Web Research dürften für Lehrerinnen und Lehrer mindestens ebenso hilfreich sein wie für ihre Schüler!

Eine hervorragende Ergänzung zur SweetSearch-Suche stellt Yolink da, das auf den Ergebnisseiten auf der linken Fensterseite eingeblendet wird und mehrere Funktionen bietet. Sie können Ihre Suche verfeinern, die Ergebnisse über Twitter, Delicious, Facebook und andere mehr mit Kolleginnen oder Studierenden teilen, oder, wie der nachstehende Screenshot zeigt, sogar direkt in Google Docs speichern.

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Das Einzige, was ich schnell recht schmerzlich vermisst habe, ist eine gute erweiterte Suche, die es unter anderem auch ermöglicht, Resultate nach Zeitraum, Sprache, Medien (Blogs, Real Time Web etc.) einzugrenzen. Dennoch beurteile ich SweetSearch als hervorragendes Angebot für Lehrer und Schülerinnen, das Sie sich unbedingt einmal näher ansehen sollten...

Wissenschaftliches Arbeiten, OpenOffice und PaperC

[ursprünglich veröffentlicht am 31.03.2010 von Dr. Jürgen Plieninger]

PaperC ist ein neuer Dienst, auf dem man Fachbücher im Volltext lesen und recherchieren kann, beim Speichern und Ausdrucken aber zahlen muss. Sehr ansprechend! Vor der Nutzung muss man sich registrieren.

Für jene, die mit der kostenlosen Office-Suite Open Office arbeiten, gibt es nun ein besonderes Angebot, und zwar eine Einführung zum Wissenschaftlichen Arbeiten mit Open Office:

Natascha Nicols und Ralf Albrechts Buch zeigt, wie man das kostenlose Programm OpenOffice für Diplom- und Doktorarbeiten, Hausarbeiten und Veröffentlichungen einsetzen und damit formvollendete und normgerechte wissenschaftliche Arbeiten schreiben kann.

Hier geht es direkt zu den Informationen zum Buch.

Mit SlideFinder nach Präsentationen suchen

[ursprünglich veröffentlicht am 09.01.2010 von Prof. Dr. Wolfgang Schumann]

Im Web gezielt nach Präsentationen zu suchen, macht aus einer ganzen Reihe von Gründen Sinn. Präsentationen sind darauf ausgerichtet, Informationen in komprimierter und für das Publikum aufbereiteter Form zu vermitteln, und können es so ermöglichen, sich Inhalte sehr viel schneller anzueignen als mit der Lektüre umfangreicher Aufsätze oder gar Monografien. Das gilt umso mehr, wenn Sie gelungene Visualisierungen enthalten, die im übrigen natürlich auch diesbezügliche Anregungen für die eigene Arbeit vermitteln können. Vor diesem Hintergrund kann es nicht überraschen, dass zahlreiche Dienste existieren, die die Recherche speziell nach Präsentationen anbieten.

So erlaubt es beispielsweise die Advanced Search (Erweiterte Suche) von Google, zu der Sie mit einem Klick auf den Link rechts neben dem Eingabefeld auf der Eingangsseite gelangen, Ihre Recherche auf PowerPoint-Präsentationen einzugrenzen. Dann gibt es Webdienste, wie Slideshare oder Scribd, auf denen Nutzer Ihre Präsentationen hochladen und veröffentlichen, die aber auch sehr gut zur Recherche danach verwendet werden können. Dazu hat sich nun kürzlich SlideFinder gesellt, eine Spezialsuchmaschine, die ich Ihnen nachstehend vorstellen möchte.

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Drei Dinge stechen auf der Eingangsseite ins Auge. Einmal die Tatsache, dass auch eine fortgeschrittene Suche angeboten wird (1), die zu nutzen sich wirklich lohnt, offeriert sie doch sehr gute Möglichkeiten, Ihre Recherche zu präzisieren und einzugrenzen. Dann die Sprachauswahl (2) und schließlich die Option, sich gezielt das Angebot an Präsentationen von Universitäten anzusehen (3).

Die Ergebnisanzeige erweist sich, wie der nachstehende Screenshot zeigt, als sehr komfortabel. Sie bekommen jeweils die ersten Folien der gefundenen Präsentationen in einer Ansicht angezeigt, die der Foliensortierungs-Ansicht in PowerPoint nachempfunden ist. Wenn Sie mit der Maus über eine Folie fahren, wird diese vergrößert und – falls vorhanden – inklusive der Foliennotizen eingeblendet.
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Ein Mausklick auf eine der Titelfolien lädt die gesamte Präsentation in einer analogen (Foliensortierungs-)Ansicht in Ihren Browser, so dass Sie sich blitzschnell eine Übersicht verschaffen können. Darüber hinaus offeriert SlideFinder einen komfortablen Download sowie die Option, ausgewählte Präsentationen auf Facebook, Delicious und mehr als 200 anderen Diensten zu speichern bzw. mit anderen zu teilen.

So macht es wirklich Spaß, Präsentationen zu suchen, durchzuklicken und die richtigen zu finden. Viel Erfolg dabei!

HealthMash - Medizinrecherche neu definiert

[ursprünglich veröffentlicht am 17.12.2009 von Prof. Dr. Wolfgang Schumann]

Wenn Sie diesen Blog regelmäßig verfolgen, dann wissen Sie, dass wir auch Seminare zur Internetrecherche speziell für Mediziner anbieten. Unter anderem aus diesem Grund beschäftige ich mich schon seit langem auch mit den Spezialsuchmaschinen, wissenschaftlichen Datenbanken und anderen Rechercheinstrumenten zu eben diesem Bereich. Es kann kein Zweifel bestehen, dass eine ganze Reihe davon, wie beispielsweise PubMed, iSeek Medical, Yottalook, trip answers, Search Medica oder Mednar, jedes mit seinem zum Teil recht unterschiedlichen Konzept, ausgezeichnete Resultate erbringen.

Kürzlich bin ich allerdings auf ein neue Medizin-Suchmaschine aufmerksam geworden, die sowohl mit Blick auf die Qualität der Rechercheresultate, insbesondere aber die Breite der Suchmöglichkeiten, über das hinausgeht, was mir bislang bekannt war: HealthMash, das, wie hier beschrieben, mit modernsten Suchtechnologien arbeitet. Sehen wir uns einmal das User-Interface und eine Beispiel-Suche (nach Migräne) an.

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Als erstes fallen die verschiedenen – insgesamt 12 – Schaltflächen am oberen Rand des Fensters auf. Aktuell ausgewählt ist “Trusted Health Information”, mit der Sie wissenschaftlich fundierte Ergebnisse zum Beispiel aus der PubMed-Datenbank, der Mayo-Klinik etc. erhalten. Diese Ergebnisse, die in der mittleren Spalte zu finden sind, können Sie mit Hilfe der Links unter “Contents” in der linken Spalte (Definition, Diagnosis, etc.) weiter verfeinern. Die rechte Spalte zeigt Ihnen eine Vorschau wichtiger Ergebnisse aus anderen Kategorien, wie Health News, Images, Drugs and Substances und mehr.

Eben diese anderen Kategorien, zu denen Sie jeweils über die Links bzw. Schaltflächen ganz oben gelangen, machen den entscheidenden Unterschied und Mehrwert gegenüber den anderen medizinischen Rechercheinstrumenten aus. Mit einem Klick auf “Health News” können Sie sich blitzschnell über die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Migräne-Forschung und -Diagnostik informieren. Unter “Drugs and Substances” finden Sie das Spektrum der medikamentösen Möglichkeiten zur Behandlung in der Schulmedizin und “Integrative Medicine” informiert sie, immer aktuell, über Behandlungsmöglichkeiten, die die alternative Medizin vorschlägt.

Die Kategorien “Clinical Trials”, “Articles” und “Books” dürften vor allem für professionelle Mediziner von Interesse sein. Mit “Blogs” finden sich in einigen Fällen durchaus interessante Ergebnisse. Der Nutzen der “Twitter”-Kategorie dagegen hat sich mir nicht so recht erschlossen. Möglicherweise einfach ein Tribut an das derzeit so angesagte Real-Time-Web.
Wie auch immer, wer sich auch nur im entferntesten für Medizin interessiert, und insbesondere diejenigen, die sich als Ärztinnen und Ärzte oder in der Wissenschaft professionell damit auseinandersetzen, sollte HealthMash unbedingt einmal ausprobieren. Eine bessere Lösung für Ihre Rechercheanliegen werden Sie derzeit kaum finden.

Google: Neue Optionen zur Verfeinerung der Suchresultate

[ursprünglich veröffentlicht am 12.11.2009 von Prof. Dr. Wolfgang Schumann]

Obwohl wir an dieser Stelle immer wieder dafür plädieren, Internetrecherchen nicht nur auf Google zu stützen, dürften die meisten wohl nach wie vor primär diese größte Suchmaschine nutzen. In diesem Zusammenhang verdient es Interesse, dass Google – wohl von vielen unbemerkt – in den letzten Monaten eine ganze Reihe von wirklich hilfreichen Optionen eingeführt hat, um Suchresultate weiter zu verfeinern.

Sie verbergen sich hinter dem Link “Show options”, der sich am linken oberen Ende des Fensters mit den Suchresultaten befindet, und können mit einem Mausklick auf das Pluszeichen oder den Link eingeblendet werden. Einige davon möchte ich Ihnen am Beispiel einer Suche nach “eu enlargement” vorstellen.

Als außerordentlich hilfreich, wenn es darum geht, Entwicklungen im zeitlichen Verlauf zu betrachten, erweist sich die Option “Timeline”. Das gilt nicht zuletzt auch deshalb, weil es möglich ist, auf bestimmte zeitliche Phasen einzuzoomen und sich die Resultate dazu näher anzusehen.

Der Nutzen, die Suche auf bestimmte Medien (Videos, News, Blogs, Forums) zu konzentrieren, bedarf wohl kaum der näheren Erläuterung. Außerordentlich bemerkenswert ist dagegen die Tatsache, dass Google mit “Recent results” eine Echtzeit-Suche anbietet, mit der Sie auch Quellen finden, die gerade erst vor wenigen Sekunden publiziert wurden. Noch vor einem Jahr in dieser Form undenkbar!

Gute Erfahrungen habe ich bei meinen Tests auch mit der Option “Related Searches” gemacht. Aber auch die anderen Optionen, wie “Fewer shopping sites”, “Page Previews” etc. sollten Sie unbedingt einmal ausprobieren. Der einzige – schmerzhafte – Nachteil dabei ist, dass die vorhandenen Möglichkeiten sich wechselseitig ausschließen, Sie also nicht beispielsweise Timeline und “Fewer Shopping Sites” kombinieren können.

Um dieses Problem zu vermeiden, können und sollten Sie bereits bei der Formulierung Ihrer Suchanfrage mit der “Advanced Search/Erweiterte Suche” arbeiten, die es ermöglicht, zahlreiche Filter sehr gezielt miteinander zu kombinieren und so von vornherein die Anzahl Ihrer Suchresultate begrenzt zu halten und ihre Relevanz zu erhöhen.

Bestände von Google News Archive Search vervierfacht

[ursprünglich veröffentlicht am 05.08.2009 von Prof. Dr. Wolfgang Schumann]


Auf die Tatsache, dass Google News Archive Search faszinierende Möglichkeiten bietet, haben wir vor längerer Zeit schon einmal in einem Beitrag hingewiesen. Für diejenigen, die Google News Archive Search noch nicht kennen, hier noch einmal eine kurze Wiederholung:

Der Dienst erlaubt Ihnen, von Google digitalisierte Quellen, wie etwa Zeitungs- oder Zeitschriftenarchive, zu durchsuchen, die zum Teil mehr als 200 Jahre alt sind, wie beispielsweise die oben abgebildete Ausgabe der Halifax Gazette vom 02.06.1753.

Das Ganze funktioniert denkbar einfach. Sie geben wie gewohnt Ihre Suchbegriffe ein, wie beispielsweise  < richard nixon watergate > (ohne die Klammern), und erhalten dann die Ergebnisse auf einer Zeitschiene angezeigt, wie im Screenshot unten zu sehen. Sie können dabei mit der Maus auf die Zeitschiene klicken und damit auf bestimmte Zeiträume, für die Sie sich besonders interessieren, einzoomen.

Der Bestand der Quellen, die auf diese Art und Weise abgefragt werden können, ist nun – und das bildet den Anlass für dieses Posting – nicht weniger als vervierfacht worden! Damit eröffnen sich Ihnen noch mehr Möglichkeiten, etwa als Geschichtslehrerin oder Geschichtslehrer Ihren Schülern wichtige Etappen der jüngeren Geschichte authentisch über die Lektüre und Analyse der Diskussion zum jeweils gegebenen Zeitpunkt in einer lebendigen Weise zu erschließen.

Und darüber hinaus sind natürlich viele andere Anwendungsmöglichkeiten denkbar.Ich wünsche Ihnen viel Spaß und neue Erkenntnisse mit diesem hervorragenden Dienst.


Gezielter und zeitsparender Recherchieren mit Yebol

[ursprünglich veröffentlicht am 02.08.2009 von Prof. Dr. Wolfgang Schumann]

Eine Seite mit übersichtlich organisierten und hochrelevanten Ergebnissen zu jeder Suche anstelle von Hundertausenden oder gar Millionen von Links in einer nicht enden wollenden Liste – das dürfte der Traum eines jeden sein, der darauf angewiesen ist, möglichst schnell möglichst professionelle Antworten auf seine Fragen im Web zu bekommen. Eben das ist es, was Ihnen Yebol bietet, und deswegen möchte ich Ihnen diese neue Suchmaschine heute kurz vorstellen.

Den Hintergrund für die wirklich verblüffenden Fähigkeiten von Yebol bildet eine Kombination von neuartigen, patentierten imageAlgorithmen, mit deren Hilfe die Suchmaschine nicht einfach - gleichsam ohne Sinn und Verstand - Ergebnisse auflistet, sondern Suchbegriffe, Websites, Seiten und Inhalte clustert und kategorisiert. Um voll von diesen Funktionen profitieren zu können, müssen Sie die semantische Suche, die derzeit rund 10 Millionen zentrale Begriffe umfasst, nutzen. Dieser Bestand soll noch während der derzeitigen Betaphase kontinuierlich und gezielt weiter ausgebaut werden.

Der erste Eindruck aufgrund zahlreicher Beispiel-Recherchen zu ganz unterschiedlichen Gebieten, die ich die letzten Tage durchgeführt habe, ist sehr gut. Demgegenüber sieht das neue Bing ganz schön alt aus, auch wenn - zugegebenermaßen - dessen Hintergrundbilder weitaus schöner sind.