Evernote
zählt regelmäßig zu den Favoriten der Teilnehmer an unseren Seminaren
zur professionellen Internetrecherche, zu der eben auch ein
systematisches webbasiertes Wissensmanagement zählt. Und in diesem
Bereich ist Evernote konkurrenzlos. Wer sich praxisnahe Anregungen zum Arbeiten mit dem Dienst holen möchte, kann das Evernote-Blog abonnieren. Auch die Seite "Evernote für Pfiffige" bietet regelmäßig hilfreiche Tipps.
Über diese Seite bin ich auch auf den Podcast "Donau Tech Radio" gestoßen, dessen aktuelle Episode (Nr. 69) sich mit Evernote befasst. Der ganze Podcast dauert rund 1,5 Stunden, besonders interessant sind aber die 20 Minuten zwischen 36:00 min und 56:00 min. Wer sich auch für Arbeitsorganisation und to-do-Listen interessiert, kann bei 11:00 min einsteigen. Ab 36:00 min geht es dann um Dokumenten- und Informationsmanagement.
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Montag, 9. November 2015
Freitag, 19. September 2014
Anregungen, Tipps und Tutorials zu Evernote
Evernote zählt regelmäßig zu den Favoriten der Teilnehmer an unseren Seminaren zur professionellen Internetrecherche, zu der eben auch ein systematisches webbasiertes Wissensmanagement zählt. Und in diesem Bereich ist Evernote konkurrenzlos. Alice Daer hat auf Storify Artikel, Tipps und Tutorials zu so gut wie allen Aspekten rund um Evernote zusammengetragen. Da ist sicher auch eine wertvolle Anregung für Sie dabei: "Why Evernote is Amazing -A collection of articles, blog posts, tutorials, and ideas for making Evernote your best friend ever".
Donnerstag, 17. Oktober 2013
Recherche 2.0 - unser neues Buch zur Internetrecherche im Web 2.0-Zeitalter
Nun ist es (endlich) erschienen, unser neues Buch: "Recherche 2.0. Finden und Weiterverarbeiten in Studium und Beruf". Jürgen Plieninger, Christian Rapp und ich versuchen darin, eine praxisnahe Anleitung zur professionellen Internetrecherche und zum webbasierten Wissensmanagement zu geben. Im Klappentext steht:
"Diese Einführung unterscheidet sich von anderen, indem sie breit in die wissenschaftliche Internetrecherche einführt, das methodische Vorgehen und die Analyse der Ergebnisse eingehend behandelt und vor allem die Recherche in und mit Hilfe von Web 2.0-Diensten systematisch berücksichtigt. Dabei wird die Recherche als Teil des umfassenderen Ablaufs „Finden – Bewerten – Festhalten – Auf dem Laufenden bleiben” begriffen. Es werden also über die Recherche hinaus Werkzeuge vorgestellt, mit denen man die Ergebnisse festhalten kann (Notizbücher, soziale Bookmarkdienste und Literaturverwaltung) und es wird behandelt, wie man bezogen auf seine Themen und auf das Recherchieren selbst up to date bleibt. Ein Buch aus der Praxis für die Praxis: für Wissenschaftler, für Studierende und für jene, die bereits im Beruf sind und methodisch umfassend und effektiv das wissenschaftliche Recherchieren lernen wollen."
Die Links, die im Buch vorkommen, haben wir hier gesammelt. Der folgende Text basiert auf der Einleitung des Buches und versucht eine Beschreibung des Inhalts:
Professionelles Recherchieren zählt ohne Zweifel zu den Kernbereichen wissenschaftlichen Arbeitens. Eine sorgfältige Recherche bildet die Grundlage für eine gute wissenschaftliche Arbeit. Aber was heißt eigentlich Recherchieren? Häufig wird darunter verkürzt das Suchen nach Literatur und Inhalten verstanden, das sich mittlerweile überwiegend im Internet abspielt (und dort vor allem bei Google). Das ist aber zu kurz gedacht. Professionelle Recherche umfasst nämlich nicht nur das Finden der benötigten Informationen, sondern schließt das systematische Festhalten dieser Informationen mit ein und fragt auch danach, wie wir in unseren Arbeits- und Interessensgebieten auf dem Laufenden bleiben können.
Und noch ein zweiter Punkt fällt häufig unter den Tisch. Überlegen Sie sich, welches Bild Sie vor Augen haben, wenn Sie an den Vorgang des Recherchierens denken? Wenn es Ihnen geht wie den meisten TeilnehmerInnen unserer Seminare, dann sehen Sie eine Person, die alleine vor dem Bildschirm sitzt (oder am Bücherregal der Bibliothek steht). Recherchieren gilt zu Unrecht immer noch als Einzelsportart. Das wird unserer Welt nicht mehr gerecht. Wir verfügen mit dem Web (2.0) über eine globale Plattform zum Sammeln, Austauschen und gemeinsamen Erstellen von Informationen aller Art. Da kann es nicht überraschen, dass sich auch und gerade das wissenschaftliche Arbeiten grundlegend ändert.
Bezogen auf den Teilbereich Recherche können wir von Recherchieren 2.0 sprechen. Was heißt das? Es bedeutet, dass wir nicht mehr darauf beschränkt sind, uns alleine vor dem Rechner mit Hilfe von Datenbanken und Katalogen die notwendigen Informationen zu beschaffen, sondern dass wir mit Personen aus aller Welt in Verbindung stehen (können), die vergleichbaren Fragestellungen nachgehen. Das ist der Grund dafür, dass wir in diesem Buch durchgängig von zwei Wegen sprechen, um Informationen zu finden, festzuhalten und um auf dem Laufenden zu bleiben: einmal den herkömmlichen Weg über Maschinen (Suchhilfen und ihre Algorithmen) und zum zweiten über Menschen. Recherche im Web 2.0-Zeitalter lässt sich nicht mehr vom Aufbau und der Pflege eines Personal Learning Networks trennen.
Das Web 2.0 wird häufig auch als Lese-/Schreibe-Web bezeichnet und dadurch von dem Web vor dem Aufkommen von Wikis, Blogs und sozialen Netzwerken abgegrenzt, das (weit überwiegend) ein reines Lese-Web war. Der entscheidende Unterschied zum heutigen Web besteht also darin, dass wir Webseiten nicht mehr nur lesen können, wie das in den Anfangsjahren des Internet der Fall war, sondern dass wir problemlos und schnell in der Lage sind, selbst im Web zu veröffentlichen. Das bringt faszinierende neue Möglichkeiten mit sich, bedeutet aber auch, dass wir uns auf die Glaubwürdigkeit dessen, was wir im Internet finden, nicht mehr ohne weiteres verlassen können. Prinzipiell kann heute jeder veröffentlichen, was er will. Bezogen auf die Recherche heißt das, dass dem Bewerten von Informationen eine noch größere Bedeutung zukommt. Diesem Aspekt haben wir deshalb einen eigenen Teil gewidmet. Damit ergibt sich folgende Gliederung in vier Teile:
Finden: Im umfangreichsten Teil des Buches stellen wir Ihnen die wichtigsten Suchdienste und -strategien praxisnah vor. Den Schwerpunkt haben wir auf den Wissenschaftsbetrieb und das Studieren gelegt. Nach einem Abschnitt zu den Grundlagen der Suche beschäftigen wir uns am Beispiel von Google mit der erweiterten Suche. Die dortigen Filtermöglichkeiten erlauben es Ihnen, der Suchmaschine genauer zu “sagen”, was Sie von ihr wollen, und tragen damit zu einer effizienteren Recherche bei. Die Nutzung verschiedener Suchmaschinen steht im Mittelpunkt des folgenden Abschnitts. Wir behandeln allgemeine Suchmaschinen, Meta-Suchmaschinen und werfen einen kurzen Blick auf das Feld der semantischen Suche. Daran schließt sich die Vorstellung spezieller Suchinstrumente an, die es beispielsweise erlauben, sich schnell einen Überblick über ein neues Themengebiet zu verschaffen (Wikimindmap) oder ähnliche Seiten zu finden wie diejenige, auf der man sich gerade befindet.
Einen grundlegend anderen Weg der Recherche bieten die Suchhilfen, die wir uns im Abschnitt “Web 2.0 und Recherche” anschauen. Ging es bislang darum, einen maschinell erstellten Index mit Hilfe der jeweiligen Algorithmen für unsere Suchanliegen zu nutzen, stehen nun die Menschen im Zentrum, die Social Bookmarking-Dienste (Delicious, Diigo) nutzen oder Präsentationen (Slideshare) sowie andere Dokumente zur Verfügung stellen (Scribd, Docstoc). Ein weiterer Abschnitt behandelt einige besonders leistungsfähige Wissenschafts- und Literatursuchmaschinen. Ergänzend dazu bietet der anschließende Abschnitt wichtige Hinweise zum Umgang mit Katalogen und Fachdatenbanken. Ein Beispiel aus unserer beruflichen Praxis rundet die Darstellung ab und zeigt die verschiedenen Suchhilfen im Zusammenspiel.
Bewerten: Im zweiten Teil geben wir Ihnen Hinweise dazu, wie Sie im Rechercheprozess die Verlässlichkeit und Relevanz einer Quelle prüfen können. Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten, etwa die Bewertung der Qualität eines Ergebnisses anhand der Qualität der Informationsquelle, der sie entstammt. Eine andere wichtige Möglichkeit besteht darin, dass Sie Ergebnisse vergleichen, um zu einer validen Bewertung zu kommen.
Festhalten: Im dritten Teil geht es darum, wie Sie das, was Sie bei Ihren Recherchen gefunden haben, systematisch festhalten können. Wir stellen Ihnen verschiedene Werkzeuge vor, mit denen sich Inhalte, Links und Literaturangaben so ablegen lassen, dass man sie wieder findet. Das ist natürlich das wichtigste Ziel des webbasierten Wissensmanagements, aber es ist nicht das einzige. Daneben kann wichtig sein, dass Sie von überall her auf Ihre Informationen zugreifen oder dass Sie diese mit anderen teilen können. Zum Festhalten von Links stellen wir Ihnen mit Google Bookmarks und Diigo zwei webbasierte Dienste vor, die das Spektrum an verfügbaren Diensten gut veranschaulichen. Am Beispiel von Evernote geht es um das Festhalten von Inhalten. Ein weiterer ausführlicher Abschnitt widmet sich den für das wissenschaftliche Arbeiten zentralen Literaturverwaltungsprogrammen.
Auf dem Laufenden bleiben: Der vierte Teil zeigt Ihnen verschiedene Wege auf, wie Sie in Ihren Interessens- und Arbeitsgebieten auf dem Laufenden bleiben können. Wie schon beim “Finden” gibt dafür im wesentlichen zwei Wege: Mit Hilfe von Maschinen und mit Hilfe von Menschen. Der Königsweg besteht in der Kombination von beidem. Wir stellen beide Wege vor, einmal den Weg mittels Menschen, mit denen man sich auf Plattformen wie Facebook und Twitter oder auf Diensten wie Diigo oder Worldcat verbindet und aus denen mit der Zeit ein Personal Learning Network entsteht. Zum zweiten den “maschinellen” Weg mittels RSS-Feeds. Hier beschäftigen wir uns damit, wie man RSS-Feeds findet, abonniert, und wie man mit Hilfe eines Feedreaders systematisches Wissensmanagement betreibt und sich ein Archiv zu den Interessens- und Arbeitsgebieten aufbaut. Den Abschluss des Kapitels und damit des Buches bilden einige Hinweise dazu, wie Sie – angesichts der dynamischen Entwicklung im Web – Ihren Werkzeugkoffer für die professionelle Recherche auf dem Laufenden halten können.
Noch ein Hinweis, um Missverständnisse zu vermeiden: Wir haben die Darstellung in vier Teile (Finden – Bewerten – Festhalten – Auf dem Laufenden bleiben) unterteilt, die man für Phasen in einem wohlgeordneten Prozess der Recherche halten könnte. Das ist nicht der Fall, denn jede Recherche ist anders, wohl aber gehören diese vier Teilbereiche zu jeder professionellen Recherche. Die Reihenfolge geht in der Praxis häufig durcheinander und stellt sich, was die Gewichtung der Bereiche und Auswahl der einzusetzenden Instrumente betrifft, für jede Recherche anders dar. Wir hoffen aber, dass wir Ihnen durch die Trennung in vier Teilbereiche Orientierung im komplexen Feld der Recherche ermöglichen können und dass die Vorstellung der wichtigsten Werkzeuge und Vorgehensweisen dazu beitragen wird, Ihre Recherchen nachhaltig zu verbessern.
Das führt uns zum Ziel des Buches: Nach der Lektüre – so hoffen wir – verfügen Sie über ein Arsenal an Werkzeugen und Strategien, um verschiedenste Recherchen effizient zu planen und durchzuführen, von der simplen Suche nach der Antwort auf eine Informationsfrage über den Einstieg in ein neues Themengebiet bis hin zur professionellen Recherche für Ihre Abschlussarbeit.
"Diese Einführung unterscheidet sich von anderen, indem sie breit in die wissenschaftliche Internetrecherche einführt, das methodische Vorgehen und die Analyse der Ergebnisse eingehend behandelt und vor allem die Recherche in und mit Hilfe von Web 2.0-Diensten systematisch berücksichtigt. Dabei wird die Recherche als Teil des umfassenderen Ablaufs „Finden – Bewerten – Festhalten – Auf dem Laufenden bleiben” begriffen. Es werden also über die Recherche hinaus Werkzeuge vorgestellt, mit denen man die Ergebnisse festhalten kann (Notizbücher, soziale Bookmarkdienste und Literaturverwaltung) und es wird behandelt, wie man bezogen auf seine Themen und auf das Recherchieren selbst up to date bleibt. Ein Buch aus der Praxis für die Praxis: für Wissenschaftler, für Studierende und für jene, die bereits im Beruf sind und methodisch umfassend und effektiv das wissenschaftliche Recherchieren lernen wollen."
Die Links, die im Buch vorkommen, haben wir hier gesammelt. Der folgende Text basiert auf der Einleitung des Buches und versucht eine Beschreibung des Inhalts:
Professionelles Recherchieren zählt ohne Zweifel zu den Kernbereichen wissenschaftlichen Arbeitens. Eine sorgfältige Recherche bildet die Grundlage für eine gute wissenschaftliche Arbeit. Aber was heißt eigentlich Recherchieren? Häufig wird darunter verkürzt das Suchen nach Literatur und Inhalten verstanden, das sich mittlerweile überwiegend im Internet abspielt (und dort vor allem bei Google). Das ist aber zu kurz gedacht. Professionelle Recherche umfasst nämlich nicht nur das Finden der benötigten Informationen, sondern schließt das systematische Festhalten dieser Informationen mit ein und fragt auch danach, wie wir in unseren Arbeits- und Interessensgebieten auf dem Laufenden bleiben können.
Und noch ein zweiter Punkt fällt häufig unter den Tisch. Überlegen Sie sich, welches Bild Sie vor Augen haben, wenn Sie an den Vorgang des Recherchierens denken? Wenn es Ihnen geht wie den meisten TeilnehmerInnen unserer Seminare, dann sehen Sie eine Person, die alleine vor dem Bildschirm sitzt (oder am Bücherregal der Bibliothek steht). Recherchieren gilt zu Unrecht immer noch als Einzelsportart. Das wird unserer Welt nicht mehr gerecht. Wir verfügen mit dem Web (2.0) über eine globale Plattform zum Sammeln, Austauschen und gemeinsamen Erstellen von Informationen aller Art. Da kann es nicht überraschen, dass sich auch und gerade das wissenschaftliche Arbeiten grundlegend ändert.
Bezogen auf den Teilbereich Recherche können wir von Recherchieren 2.0 sprechen. Was heißt das? Es bedeutet, dass wir nicht mehr darauf beschränkt sind, uns alleine vor dem Rechner mit Hilfe von Datenbanken und Katalogen die notwendigen Informationen zu beschaffen, sondern dass wir mit Personen aus aller Welt in Verbindung stehen (können), die vergleichbaren Fragestellungen nachgehen. Das ist der Grund dafür, dass wir in diesem Buch durchgängig von zwei Wegen sprechen, um Informationen zu finden, festzuhalten und um auf dem Laufenden zu bleiben: einmal den herkömmlichen Weg über Maschinen (Suchhilfen und ihre Algorithmen) und zum zweiten über Menschen. Recherche im Web 2.0-Zeitalter lässt sich nicht mehr vom Aufbau und der Pflege eines Personal Learning Networks trennen.
Das Web 2.0 wird häufig auch als Lese-/Schreibe-Web bezeichnet und dadurch von dem Web vor dem Aufkommen von Wikis, Blogs und sozialen Netzwerken abgegrenzt, das (weit überwiegend) ein reines Lese-Web war. Der entscheidende Unterschied zum heutigen Web besteht also darin, dass wir Webseiten nicht mehr nur lesen können, wie das in den Anfangsjahren des Internet der Fall war, sondern dass wir problemlos und schnell in der Lage sind, selbst im Web zu veröffentlichen. Das bringt faszinierende neue Möglichkeiten mit sich, bedeutet aber auch, dass wir uns auf die Glaubwürdigkeit dessen, was wir im Internet finden, nicht mehr ohne weiteres verlassen können. Prinzipiell kann heute jeder veröffentlichen, was er will. Bezogen auf die Recherche heißt das, dass dem Bewerten von Informationen eine noch größere Bedeutung zukommt. Diesem Aspekt haben wir deshalb einen eigenen Teil gewidmet. Damit ergibt sich folgende Gliederung in vier Teile:
Finden: Im umfangreichsten Teil des Buches stellen wir Ihnen die wichtigsten Suchdienste und -strategien praxisnah vor. Den Schwerpunkt haben wir auf den Wissenschaftsbetrieb und das Studieren gelegt. Nach einem Abschnitt zu den Grundlagen der Suche beschäftigen wir uns am Beispiel von Google mit der erweiterten Suche. Die dortigen Filtermöglichkeiten erlauben es Ihnen, der Suchmaschine genauer zu “sagen”, was Sie von ihr wollen, und tragen damit zu einer effizienteren Recherche bei. Die Nutzung verschiedener Suchmaschinen steht im Mittelpunkt des folgenden Abschnitts. Wir behandeln allgemeine Suchmaschinen, Meta-Suchmaschinen und werfen einen kurzen Blick auf das Feld der semantischen Suche. Daran schließt sich die Vorstellung spezieller Suchinstrumente an, die es beispielsweise erlauben, sich schnell einen Überblick über ein neues Themengebiet zu verschaffen (Wikimindmap) oder ähnliche Seiten zu finden wie diejenige, auf der man sich gerade befindet.
Einen grundlegend anderen Weg der Recherche bieten die Suchhilfen, die wir uns im Abschnitt “Web 2.0 und Recherche” anschauen. Ging es bislang darum, einen maschinell erstellten Index mit Hilfe der jeweiligen Algorithmen für unsere Suchanliegen zu nutzen, stehen nun die Menschen im Zentrum, die Social Bookmarking-Dienste (Delicious, Diigo) nutzen oder Präsentationen (Slideshare) sowie andere Dokumente zur Verfügung stellen (Scribd, Docstoc). Ein weiterer Abschnitt behandelt einige besonders leistungsfähige Wissenschafts- und Literatursuchmaschinen. Ergänzend dazu bietet der anschließende Abschnitt wichtige Hinweise zum Umgang mit Katalogen und Fachdatenbanken. Ein Beispiel aus unserer beruflichen Praxis rundet die Darstellung ab und zeigt die verschiedenen Suchhilfen im Zusammenspiel.
Bewerten: Im zweiten Teil geben wir Ihnen Hinweise dazu, wie Sie im Rechercheprozess die Verlässlichkeit und Relevanz einer Quelle prüfen können. Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten, etwa die Bewertung der Qualität eines Ergebnisses anhand der Qualität der Informationsquelle, der sie entstammt. Eine andere wichtige Möglichkeit besteht darin, dass Sie Ergebnisse vergleichen, um zu einer validen Bewertung zu kommen.
Festhalten: Im dritten Teil geht es darum, wie Sie das, was Sie bei Ihren Recherchen gefunden haben, systematisch festhalten können. Wir stellen Ihnen verschiedene Werkzeuge vor, mit denen sich Inhalte, Links und Literaturangaben so ablegen lassen, dass man sie wieder findet. Das ist natürlich das wichtigste Ziel des webbasierten Wissensmanagements, aber es ist nicht das einzige. Daneben kann wichtig sein, dass Sie von überall her auf Ihre Informationen zugreifen oder dass Sie diese mit anderen teilen können. Zum Festhalten von Links stellen wir Ihnen mit Google Bookmarks und Diigo zwei webbasierte Dienste vor, die das Spektrum an verfügbaren Diensten gut veranschaulichen. Am Beispiel von Evernote geht es um das Festhalten von Inhalten. Ein weiterer ausführlicher Abschnitt widmet sich den für das wissenschaftliche Arbeiten zentralen Literaturverwaltungsprogrammen.
Auf dem Laufenden bleiben: Der vierte Teil zeigt Ihnen verschiedene Wege auf, wie Sie in Ihren Interessens- und Arbeitsgebieten auf dem Laufenden bleiben können. Wie schon beim “Finden” gibt dafür im wesentlichen zwei Wege: Mit Hilfe von Maschinen und mit Hilfe von Menschen. Der Königsweg besteht in der Kombination von beidem. Wir stellen beide Wege vor, einmal den Weg mittels Menschen, mit denen man sich auf Plattformen wie Facebook und Twitter oder auf Diensten wie Diigo oder Worldcat verbindet und aus denen mit der Zeit ein Personal Learning Network entsteht. Zum zweiten den “maschinellen” Weg mittels RSS-Feeds. Hier beschäftigen wir uns damit, wie man RSS-Feeds findet, abonniert, und wie man mit Hilfe eines Feedreaders systematisches Wissensmanagement betreibt und sich ein Archiv zu den Interessens- und Arbeitsgebieten aufbaut. Den Abschluss des Kapitels und damit des Buches bilden einige Hinweise dazu, wie Sie – angesichts der dynamischen Entwicklung im Web – Ihren Werkzeugkoffer für die professionelle Recherche auf dem Laufenden halten können.
Noch ein Hinweis, um Missverständnisse zu vermeiden: Wir haben die Darstellung in vier Teile (Finden – Bewerten – Festhalten – Auf dem Laufenden bleiben) unterteilt, die man für Phasen in einem wohlgeordneten Prozess der Recherche halten könnte. Das ist nicht der Fall, denn jede Recherche ist anders, wohl aber gehören diese vier Teilbereiche zu jeder professionellen Recherche. Die Reihenfolge geht in der Praxis häufig durcheinander und stellt sich, was die Gewichtung der Bereiche und Auswahl der einzusetzenden Instrumente betrifft, für jede Recherche anders dar. Wir hoffen aber, dass wir Ihnen durch die Trennung in vier Teilbereiche Orientierung im komplexen Feld der Recherche ermöglichen können und dass die Vorstellung der wichtigsten Werkzeuge und Vorgehensweisen dazu beitragen wird, Ihre Recherchen nachhaltig zu verbessern.
Das führt uns zum Ziel des Buches: Nach der Lektüre – so hoffen wir – verfügen Sie über ein Arsenal an Werkzeugen und Strategien, um verschiedenste Recherchen effizient zu planen und durchzuführen, von der simplen Suche nach der Antwort auf eine Informationsfrage über den Einstieg in ein neues Themengebiet bis hin zur professionellen Recherche für Ihre Abschlussarbeit.
Freitag, 17. Mai 2013
Peeragogy - Peer Learning Handbook
Internetlegende Howard Rheingold erklärt selbst, für wen und was das Peer Learning Handbook gedacht ist:
Zu finden ist das außerordentlich nützliche Handbuch hier. Es handelt sich übrigens um ein offenes (und offen lizensiertes) Projekt:
Wer lieber gedruckte Bücher liest, dem sei Howard Rheingolds Buch "Net Smart" empfohlen, das nach wie vor zu den besten Veröffentlichungen zu digital literacy zählt:
Zu finden ist das außerordentlich nützliche Handbuch hier. Es handelt sich übrigens um ein offenes (und offen lizensiertes) Projekt:
This document is a practical guide to online co-learning, a living document that invites comment and invites readers to join the community of editors; the document does not have to be read in linear order from beginning to end. If you and a group of other people want to use digital media and networks to co-learn together, this handbook is a practical tool for learning how to self-organize peer learning — what we call “peeragogy.”Unterteilt ist es (bislang) in neun Abschnitte: Introduction, Motivation, Practice, Convene, Organize, Cooperate, Assess, Tools und Resources.
Wer lieber gedruckte Bücher liest, dem sei Howard Rheingolds Buch "Net Smart" empfohlen, das nach wie vor zu den besten Veröffentlichungen zu digital literacy zählt:
Dienstag, 13. November 2012
Scribd: Eine Art Youtube für Texte
"Bislang fristete der Textcontainer bei uns als Upload-Stelle für einzelne Fachbeiträge, Info-Materialien und Preislisten sein Dasein. Selbstverständlich kann man Scribd nur für diesen Multiplikationsansatz der Verbreitung von Dokumenten einsetzen. Jedoch gerade für Experten bietet Scribd weitaus mehr Möglichkeiten. Jede Menge Potenzial steckt in der Funktion “Sammlung”, die als Wissensteiler für Dokumente gekonnt eingesetzt werden kann."Scribd ist kaum bekannt und wenn man einmal drüberstolpert, sieht es etwas skurril aus. Dabei bietet es viele Vorteile. Der Artikel bei infobroker.de behandelt eingehend die Funktionalität der Sammlungen. Wir hatten in diesem Blog bereits auf die Funktionalitäten des Kommentierens und des Veröffentlichens bei Scribd hingewiesen.
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Samstag, 18. Februar 2012
Fast alles rund um die Literaturverwaltung...
...findet sich auf diesem Blog mit dem etwas sperrigen Namen "Literaturverwaltung & Bibliotheken Wissenspool und Austauschplattform für Bibliotheksservices im Bereich Literaturverwaltung". Neben den üblichen Verdächtigen werden auch einige weniger bekannte Programme und Dienste vorgestellt. Insgesamt, wie ich denke, eine tolle Anlaufstelle für alle, die das Thema vertiefen möchten.
Freitag, 6. Januar 2012
Artikel und Bücher Ratzfatz in Bibliographix
Anbei eine kurze Beschreibung, wie man mit Bibliographix sehr schnell Fachartikel via Google Scholar erfasst und die vorhandenen Bücher aufnimmt.
Bibliographix verdaut schnell und zuverlässig BibTex Informationen. Damit kann man sehr schnell Fachartikel in die eigene Datenbank aufnehmen. Das geht für mich am schnellsten via Google Scholar: Google Scholar aufsuchen, dort in den "Scholar-Einstellungen" ganz unten bei "Bibliographiemanager" "Links zum Importieren von Literaturverweisen in BibText" auswählen. Bei der Trefferanzeige kann man dann die BibTex Informationen aufrufen, Strg + A, Strg + C (alles auswählen, kopieren) und dann in Bibliographix importieren. Ja, und mich hat auch mal interessiert, wie lange es dauert, den VPN Client zu starten, einen Artikel als PDF im Volltext runterzuladen (z.B. via EZB Regensburg), die bibliographischen Infos via Google Scholar abzuholen und in Bibliographix zu importieren sowie abschließend noch einen Link auf die PDF-Datei in Bibliographix zu setzen. Nun, unter fünf Minuten.
Die bestehende Büchersammlung (also i.d.R. das Regal hinter Ihnen) lässt sich in Bibliographix auch schnell erfassen - ISBN eintippen und der Rest kommt dann bei mir so in ca. 98% der Fälle. Habe aber nur meine vielleicht 500 deutsch- und englischsprachigen Bücher erfasst. Für andere Sprachen kann ich keine Aussagen treffen.
Bibliographix verdaut schnell und zuverlässig BibTex Informationen. Damit kann man sehr schnell Fachartikel in die eigene Datenbank aufnehmen. Das geht für mich am schnellsten via Google Scholar: Google Scholar aufsuchen, dort in den "Scholar-Einstellungen" ganz unten bei "Bibliographiemanager" "Links zum Importieren von Literaturverweisen in BibText" auswählen. Bei der Trefferanzeige kann man dann die BibTex Informationen aufrufen, Strg + A, Strg + C (alles auswählen, kopieren) und dann in Bibliographix importieren. Ja, und mich hat auch mal interessiert, wie lange es dauert, den VPN Client zu starten, einen Artikel als PDF im Volltext runterzuladen (z.B. via EZB Regensburg), die bibliographischen Infos via Google Scholar abzuholen und in Bibliographix zu importieren sowie abschließend noch einen Link auf die PDF-Datei in Bibliographix zu setzen. Nun, unter fünf Minuten.
Die bestehende Büchersammlung (also i.d.R. das Regal hinter Ihnen) lässt sich in Bibliographix auch schnell erfassen - ISBN eintippen und der Rest kommt dann bei mir so in ca. 98% der Fälle. Habe aber nur meine vielleicht 500 deutsch- und englischsprachigen Bücher erfasst. Für andere Sprachen kann ich keine Aussagen treffen.
Die "Geheimwaffe" für den "State of the Art" (und einiges anderes) - der Ideenmanager in Bibliographix
Im folgenden geht es um den Ideenmanager von Bibliographix. Mit ihm lässt sich z. B. der Stand der Forschung zu einem Gebiet leichter erfassen. Der Ideenmanager wird hier beschrieben. Im Prinzip ist das zuerst einmal ein Karteikasten - pro Idee erstellen Sie einen Eintrag. Gerade zu Beginn eines Projekts (sagen wir mal eine Hausarbeit) haben Sie noch keinen roten Faden. Aber es kommen Ideen, die sich vielleicht verwerten lassen. Den einzelnen Ideen können Sie nun Verweise zuordnen - Links ins Internet, zu Dateien auf Ihrer Festplatte oder für den wissenschaftlichen Bereich sehr wichtig auf Literatur (die Sie ja dann schon in Bibliographix erfasst haben, wenn sie damit arbeiten). Es lassen sich auch Verweise auf andere Ideen erstellen - somit also z.B. Querverweise zwischen Aspekten ihrer Arbeit.
Das entscheidende dabei ist nun, dass Sie im Lauf der Zeit ein immer klareres Bild von Ihrem Projekt bekommen - der rote Faden entsteht. Dann können Sie anfangen. die Ideen in eine Ordnung zu bringen (Reihenfolge und Hierarchie) - das geht in Bibliographix sehr schnell.
Um das zu illustrieren, mal ein konkretes Beispiel. Den Teil "State of the Art" meiner Dissertation überarbeite ich gerade. Ein erster Schritt dabei ist aufzuzeigen, wer denn meinen Gegenstand bisher unter welchen Gesichtspunkten beleuchtet hat. Die Arbeit beschäftigt sich mit einem Teilbereich von EU Politik, der Zusammenarbeit im Bereich Außen- und Sicherheitspolitik (GASP, ESVP). Wie gehe ich vor?
Anbei noch ein Screenshot zur Illustration
Das entscheidende dabei ist nun, dass Sie im Lauf der Zeit ein immer klareres Bild von Ihrem Projekt bekommen - der rote Faden entsteht. Dann können Sie anfangen. die Ideen in eine Ordnung zu bringen (Reihenfolge und Hierarchie) - das geht in Bibliographix sehr schnell.
Um das zu illustrieren, mal ein konkretes Beispiel. Den Teil "State of the Art" meiner Dissertation überarbeite ich gerade. Ein erster Schritt dabei ist aufzuzeigen, wer denn meinen Gegenstand bisher unter welchen Gesichtspunkten beleuchtet hat. Die Arbeit beschäftigt sich mit einem Teilbereich von EU Politik, der Zusammenarbeit im Bereich Außen- und Sicherheitspolitik (GASP, ESVP). Wie gehe ich vor?
- Ein beliebiges Übersichtsbuch zum Thema in die Hand nehmen.
- Querlesen des Buchs: "Welche Aspekte werden behandelt?". Pro Aspekt eine Idee (z.B. "Financial Aspects") in den Ideenmanager und jeweils den Verweis auf die Quelle. Oftmals verweist eine Quelle noch auf weitere Autoren, die sich auch mit dem Aspekt beschäftigen - ebenfalls aufnehmen (entweder hat man sie schon gelesen oder überlegt dann, ob man es noch tun wird).
- Aus den ersten Büchern und Artikeln wird man viele neue Aspekte "herausziehen". Wenn man den Stapel der vorhandenen Literatur durchgeht, werden eher weniger neue Aspekte auftauchen als weitere Belege für bereits erfasste Aspekte.
- Nach einiger Zeit (bei mir hat es vier Tage gedauert - aber Achtung: Die Literatur hatte ich ja bereits gelesen und nur einige neue Quellen kamen dazu) haben Sie die meisten Aspekte zusammen und können nun beginnen, eine Ordnung zu erstellen. Ordnung bedeutet hier: welche Aspekte gehören zusammen? In welcher Reihenfolge will ich es den Lesern präsentieren?
- Wenn nun alles erfasst ist, die Ordnung/Reihenfolge entstanden ist, kann man in Word exportieren und Fließtext erstellen.
Anbei noch ein Screenshot zur Illustration
Literaturverwaltungsprogramm Bibliographix in neuer Version und nun kostenlos
Bibliographix ist ein Literaturverwaltungsprogramm, das von Professor Olaf Winkelhake entwickelt wurde und ständig weiterentwickelt wird. Es ist soeben in Version 9 erschienen und seit dieser Version kostenlos. Es beherrscht die üblichen Funktionen von Literaturverwaltungsprogrammen (wie sie Jürgen hier beschreibt).
Ein Punkt ist noch hervorzuheben: In der aktuellen Version packt Bibliographix die Datenbank in eine einzelne Datei. Es sollte nun möglich sein, diese Datei mit Diensten wie Dropbox etc. zu sichern und synchronisieren. Letzteres wäre v.a. für die Personen ein Segen, die mit zwei oder mehr Rechnern arbeiten (Arbeit, Home und/oder Laptop, Desktop). So kann man einfach die ganze Bibliothek (Volltext PDFs), die Verwaltung (Bibliographix) und die entsprechenden Word Files (eigene Artikel) immer auf dem gleichen Stand halten.
Alle Neuerungen in Bx9 siehe hier
Besten Dank Herr Professor Winkelhake!
Christian Rapp
PS: Was auch immer für ein Programm Sie nehmen, denken Sie an eine "Falle": Absolute und relative Verweise. Sie müssen GANZ ZU BEGINN überlegen, WO Sie ihre Dateien ablegen, auf die Sie in einem Literaturverwaltungsprogramm verweisen (z. B. Fachartikel als PDF) und WIE Sie das machen (relativ statt absolut). Sonst kommt die böse Überraschung, wenn Sie einmal die Daten umziehen wollen (neuer Rechner, Festplatte etc.), die Dateien an einem anderen Ort liegen und das Programm diese dort nicht findet. In Bibliographix wurde zwar in Version 9 ein Rettungsanker eingebaut - es sich genau vorab zu überlegen, macht aber immer Sinn.
Ein Punkt ist noch hervorzuheben: In der aktuellen Version packt Bibliographix die Datenbank in eine einzelne Datei. Es sollte nun möglich sein, diese Datei mit Diensten wie Dropbox etc. zu sichern und synchronisieren. Letzteres wäre v.a. für die Personen ein Segen, die mit zwei oder mehr Rechnern arbeiten (Arbeit, Home und/oder Laptop, Desktop). So kann man einfach die ganze Bibliothek (Volltext PDFs), die Verwaltung (Bibliographix) und die entsprechenden Word Files (eigene Artikel) immer auf dem gleichen Stand halten.
Alle Neuerungen in Bx9 siehe hier
Besten Dank Herr Professor Winkelhake!
Christian Rapp
PS: Was auch immer für ein Programm Sie nehmen, denken Sie an eine "Falle": Absolute und relative Verweise. Sie müssen GANZ ZU BEGINN überlegen, WO Sie ihre Dateien ablegen, auf die Sie in einem Literaturverwaltungsprogramm verweisen (z. B. Fachartikel als PDF) und WIE Sie das machen (relativ statt absolut). Sonst kommt die böse Überraschung, wenn Sie einmal die Daten umziehen wollen (neuer Rechner, Festplatte etc.), die Dateien an einem anderen Ort liegen und das Programm diese dort nicht findet. In Bibliographix wurde zwar in Version 9 ein Rettungsanker eingebaut - es sich genau vorab zu überlegen, macht aber immer Sinn.
Mittwoch, 24. August 2011
Exzerpieren
[ursprünglich veröffentlicht am 30.08.2010 von Dr. Jürgen Plieninger]
Exzerpieren ist ein wichtiger Arbeitsschritt beim wissenschaftlichen Arbeiten, man könnte sagen: "Nach dem Recherchieren kommt das Exzerpieren!" Oder, um es in eine Metapher zu stecken: Nach der Recherche zu rohstoffreichen Gebieten müssen die Rohstoffe erst einmal aus dem Boden gewonnen werden, bevor sie dann schließlich (in einem Referat, einer Präsentation oder einer Hausarbeit) veredelt werden können. Eine wichtige Sache also, welche der Methodik bedarf.
Wenn wir hier in diesem Blog meist auf die neuen Möglichkeiten abgehoben haben, das Exzerpierte zu speichern und für die weitere Bearbeitung zu erschließen (beispielsweise durch Web-Notebooks wie Evernote oder Literaturverwaltungsprogramme wie Citavi), so behandelte das Zeitmanagement-Weblog Imgriff kürzlich die Technik selbst: Wie exzerpiere ich richtig? Natürlich hat jede/r ihr/sein eigenes System, doch ist das hier geschilderte sorgfältige Lesen unabdingbar, um dann eine gute wissenschaftliche Arbeit schreiben zu können.
Es geht nämlich um aufeinander folgende Arbeits- und damit Verarbeitungsschritte: Wenn man einen Text liest, unterstreicht, annotiert, zusammenfasst und erschließt, leistet man damit verschiedene Stufen der Verarbeitung. Mit flüchtigem Lesen kann man zwar schnell die Relevanz eines Textes abschätzen, aber nicht Relevantes zuverlässig herausholen.
Zur Illustration dieses Effektes eine Anekdote: Zu meiner Studienzeit in den 1980er Jahren waren Kopierer noch nicht so weit gestreut und zudem eine Kopie recht teuer. Ich exzerpierte daher Aufsätze und Bücher handschriftlich und nur die wichtigsten Stellen kopierte ich dann. Der paradoxe Effekt war, dass mir diese wichtigen Stellen gar nicht mehr so plastisch vor Augen waren wie die exzerpierten Teile, als ich dann die Arbeit verfaßte. Es fehlte einfach ein Verarbeitungsschritt. Daher sollten Sie sich Techniken aneignen, den Stoff durchzuarbeiten, auch wenn er in Kopie vor Ihnen liegt!
Exzerpieren ist ein wichtiger Arbeitsschritt beim wissenschaftlichen Arbeiten, man könnte sagen: "Nach dem Recherchieren kommt das Exzerpieren!" Oder, um es in eine Metapher zu stecken: Nach der Recherche zu rohstoffreichen Gebieten müssen die Rohstoffe erst einmal aus dem Boden gewonnen werden, bevor sie dann schließlich (in einem Referat, einer Präsentation oder einer Hausarbeit) veredelt werden können. Eine wichtige Sache also, welche der Methodik bedarf.
Wenn wir hier in diesem Blog meist auf die neuen Möglichkeiten abgehoben haben, das Exzerpierte zu speichern und für die weitere Bearbeitung zu erschließen (beispielsweise durch Web-Notebooks wie Evernote oder Literaturverwaltungsprogramme wie Citavi), so behandelte das Zeitmanagement-Weblog Imgriff kürzlich die Technik selbst: Wie exzerpiere ich richtig? Natürlich hat jede/r ihr/sein eigenes System, doch ist das hier geschilderte sorgfältige Lesen unabdingbar, um dann eine gute wissenschaftliche Arbeit schreiben zu können.
Es geht nämlich um aufeinander folgende Arbeits- und damit Verarbeitungsschritte: Wenn man einen Text liest, unterstreicht, annotiert, zusammenfasst und erschließt, leistet man damit verschiedene Stufen der Verarbeitung. Mit flüchtigem Lesen kann man zwar schnell die Relevanz eines Textes abschätzen, aber nicht Relevantes zuverlässig herausholen.
Zur Illustration dieses Effektes eine Anekdote: Zu meiner Studienzeit in den 1980er Jahren waren Kopierer noch nicht so weit gestreut und zudem eine Kopie recht teuer. Ich exzerpierte daher Aufsätze und Bücher handschriftlich und nur die wichtigsten Stellen kopierte ich dann. Der paradoxe Effekt war, dass mir diese wichtigen Stellen gar nicht mehr so plastisch vor Augen waren wie die exzerpierten Teile, als ich dann die Arbeit verfaßte. Es fehlte einfach ein Verarbeitungsschritt. Daher sollten Sie sich Techniken aneignen, den Stoff durchzuarbeiten, auch wenn er in Kopie vor Ihnen liegt!
Ohne Mindmaps geht gar nichts...
[ursprünglich veröffentlicht am 07.08.2010 von Prof. Dr. Wolfgang Schumann]
… zumindest bei mir. Ich wäre schlicht nicht in der Lage, die Unmenge von Informationen, mit denen ich täglich umgehe, zu bewältigen: Hunderte von Blog-Postings, Tweets und dann natürlich auch noch die ganz normale Lektüre wissenschaftlicher Literatur in Form von Zeitschriftenbeiträgen und Monografien usw.
Maps stellen für mich aber nicht nur Informationsrepositorien dar, die sich über zahlreiche Filtermöglichkeiten leicht erschließen lassen; sie bilden vielmehr auch den Ausgangs- sowie Dreh- und Angelpunkt für meine konzeptionelle Arbeit und – daran anschließend – die Erstellung von Manuskripten, die ich ich der Rohfassung immer direkt im Mindmanager erstelle. Ein Vorgehen, das ich nur empfehlen kann, denn das Formulieren in der gleichen Umgebung, in der auch all meine Quellen zur Verfügung stehen, empfinde ich als sehr viel effektiver.
Leider ist das Wissen um die Möglichkeiten der visuellen Erfassung und Auswertung von Informationen mit Hilfe von Maps ebenso wenig verbreitet, wie die Kenntnis der Tatsache, dass es zahlreiche unterschiedliche Maptypen gibt, die jeweils für unterschiedliche Anwendungsbereiche geeignet sind. Ich möchte Ihnen deswegen einen längeren Beitrag eines außerordentlich kundigen Experten auf diesem Feld, Roy Grubb, empfehlen, der Ihnen genau dazu – Maptypen und ihren Anwendungsbereichen – einen hervorragenden Überblick vermittelt.
In ihm lernen Sie u.a. Mindmapping, Concept mapping, Mindscapes, Cluster maps, Flowcharts und Isomaps kennen und erfahren nicht zuletzt auch, wo die grundsätzlichen Vorzüge des “visual thinking” liegen. Alles in allem bietet der Beitrag einen sehr guten Einstieg in die Thematik; einen Einstieg, den Sie im übrigen, darauf verweist der Autor auch, mit Hilfe von WikIT, einem umfangreichen Wiki zu allen Fragen rund um Maps, ergänzen und vertiefen können.
Und wozu das Ganze oder, in Englisch, “Why map?” Lassen wir dazu abschließend Roy selbst zu Wort kommen:
Maps stellen für mich aber nicht nur Informationsrepositorien dar, die sich über zahlreiche Filtermöglichkeiten leicht erschließen lassen; sie bilden vielmehr auch den Ausgangs- sowie Dreh- und Angelpunkt für meine konzeptionelle Arbeit und – daran anschließend – die Erstellung von Manuskripten, die ich ich der Rohfassung immer direkt im Mindmanager erstelle. Ein Vorgehen, das ich nur empfehlen kann, denn das Formulieren in der gleichen Umgebung, in der auch all meine Quellen zur Verfügung stehen, empfinde ich als sehr viel effektiver.
Leider ist das Wissen um die Möglichkeiten der visuellen Erfassung und Auswertung von Informationen mit Hilfe von Maps ebenso wenig verbreitet, wie die Kenntnis der Tatsache, dass es zahlreiche unterschiedliche Maptypen gibt, die jeweils für unterschiedliche Anwendungsbereiche geeignet sind. Ich möchte Ihnen deswegen einen längeren Beitrag eines außerordentlich kundigen Experten auf diesem Feld, Roy Grubb, empfehlen, der Ihnen genau dazu – Maptypen und ihren Anwendungsbereichen – einen hervorragenden Überblick vermittelt.
In ihm lernen Sie u.a. Mindmapping, Concept mapping, Mindscapes, Cluster maps, Flowcharts und Isomaps kennen und erfahren nicht zuletzt auch, wo die grundsätzlichen Vorzüge des “visual thinking” liegen. Alles in allem bietet der Beitrag einen sehr guten Einstieg in die Thematik; einen Einstieg, den Sie im übrigen, darauf verweist der Autor auch, mit Hilfe von WikIT, einem umfangreichen Wiki zu allen Fragen rund um Maps, ergänzen und vertiefen können.
Und wozu das Ganze oder, in Englisch, “Why map?” Lassen wir dazu abschließend Roy selbst zu Wort kommen:
“Thinking, learning, organizing, problem solving, presenting, analyzing. planning, managing, creating, innovating, … there’s no end to ways of using these maps.”
Vom Mindmanager nach PowerPoint - Tipps und Tricks
[ursprünglich veröffentlicht am 11.03.2010 von Prof. Dr. Wolfgang Schumann]
Wie an dieser Stelle schon mehrfach erwähnt, bereite ich praktisch alle Manuskripte und Präsentationen mit dem Mindmanager vor, dem aktuellen Mindmapping-Programm von Mindjet. Dort findet das erste Brainstorming statt, dort halte ich meine konzeptionellen Überlegungen fest, strukturiere die Inhalte, sammle Quellen und erstelle die vollständigen Manuskripte – inklusive der Visualisierungen. Einer der zentralen Vorzüge dabei ist, dass ich damit alle Ingredienzen an einer Stelle beieinander habe, was Überblick und Kreativität gleichermaßen ungemein befördert. Der nachstehende Screenshot zeigt Ihnen beispielhaft, wie das aussehen kann.
Unter (1) ist ein Unterzweig zu erkennen – wie Sie sehen, geht es um die Frage, wie Suchresultate aus einer Internetrecherche festgehalten werden können. Unter (3) habe ich einige Quellen mit Links abgelegt, und bei (2) handelt es sich um den Bereich, in dem das Manuskript entsteht.
Aber ist das nicht alles viel zu umständlich und zeitaufwändig? – mögen Sie fragen. Denn das Ganze muss ja noch nach Word oder, wie in unserem Beispiel, nach Powerpoint exportiert, dort formatiert und in eine endgültige Form gebracht werden. Diese Frage kann ich definitiv mit “Nein” beantworten, füge allerdings hinzu, dass das nur dann gilt, wenn Sie wissen, wie Sie den Vorgang des Exports effizient gestalten.
Ich möchte Sie deswegen auf zwei außerordentlich hilfreiche, aufeinander aufbauende Beiträge des Mindjet-Blogs hinweisen, die genau diese erläutern. Hier finden Sie den ersten und hier den zweiten; thanks Garrett for these really useful tutorials! Und Ihnen viel Spaß und Erfolg beim Ausprobieren...
Unter (1) ist ein Unterzweig zu erkennen – wie Sie sehen, geht es um die Frage, wie Suchresultate aus einer Internetrecherche festgehalten werden können. Unter (3) habe ich einige Quellen mit Links abgelegt, und bei (2) handelt es sich um den Bereich, in dem das Manuskript entsteht.
Aber ist das nicht alles viel zu umständlich und zeitaufwändig? – mögen Sie fragen. Denn das Ganze muss ja noch nach Word oder, wie in unserem Beispiel, nach Powerpoint exportiert, dort formatiert und in eine endgültige Form gebracht werden. Diese Frage kann ich definitiv mit “Nein” beantworten, füge allerdings hinzu, dass das nur dann gilt, wenn Sie wissen, wie Sie den Vorgang des Exports effizient gestalten.
Ich möchte Sie deswegen auf zwei außerordentlich hilfreiche, aufeinander aufbauende Beiträge des Mindjet-Blogs hinweisen, die genau diese erläutern. Hier finden Sie den ersten und hier den zweiten; thanks Garrett for these really useful tutorials! Und Ihnen viel Spaß und Erfolg beim Ausprobieren...
Dropbox - Synchronisierung, Backup und Filesharing
[ursprünglich veröffentlicht am 11.01.2010 von Prof. Dr. Wolfgang Schumann]
Warum Dropbox?
Diejenigen von Ihnen, die aus unterschiedlichen Gründen nicht mit webgestützten Anwendungen arbeiten können, wollen oder – im betrieblichen Bereich – dürfen, aber häufig mehrere PCs nutzen, kennen das Problem. Sie fangen im Büro an, an einem Bericht zu schreiben und wollen diesen am Wochenende zuhause an Ihrem Laptop fertigstellen, vergessen aber, das Dokument auf Ihrem USB-Stick zu speichern. Dann ist guter Rat teuer. Eine komfortable, einfach zu handhabende und kostenlose bzw. kostengünstige Lösung dafür bietet Dropbox an. Und so geht das.
Installation
Sie laden sich zunächst von hier die benötigte Software herunter, die für Windows, Mac und Linux zur Verfügung steht, und installieren diese auf Ihren verschiedenen PCs, was kaum mehr als eine Minute dauert. Außerdem richten Sie sich im Verlauf dieses Prozesses einen Account bei Dropbox im Web ein. Von nun an steht Ihnen – so, wie im nachstehenden Screenshot zu sehen - auf jedem Ihrer Computer ein neues Verzeichnis namens “My Dropbox” zur Verfügung und alle Ordner, Unterordner und Dateien, die Sie auf einem dieser Computer darin ab- oder anlegen, werden über alle anderen Computer hinweg automatisch synchronisiert. Diese Synchronisierung erfolgt über das Web, es ist also nicht erforderlich, dass die PCs über LAN oder WLAN verbunden sind.
Der Prozess beginnt automatisch schon während Sie einen PC hochfahren und läuft überraschend schnell ab. An seinem Ende bekommen Sie in der Taskleiste eine Meldung angezeigt, dass alle Verzeichnisse und Dateien synchron sind.
Nutzung
Die einfachste und bequemste Möglichkeit, Dropbox zu nutzen, besteht darin, einfach die Verzeichnisse mit den Dateien Ihrer aktuellen Projekte temporär in die Dropbox zu verschieben, wie im Screenshot mein “Winterthur-Projekt”, ein Ordner mit mehreren Unterordern. Dann wird synchronisiert und zusätzlich auf der Dropbox-Website ein Backup angelegt, ohne dass Sie auch nur daran denken müssten. Über diese Website können Sie übrigens auch, dies eine weitere sehr hilfreiche Funktionalität des Dienstes, Ordner oder Dateien mit anderen – beispielsweise in einer studentischen Arbeitsgruppe – teilen.
Außerdem erlaubt Ihnen das den Zugriff auf Ihre Dateien auch an PCs, auf denen die Dropbox-Software nicht lokal installiert ist, etwa in einem Internetcafé.
Kosten
Die Basisversion des Dienstes, mit der Ihnen insgesamt 2 GB an Speicherplatz zur Verfügung stehen, ist kostenlos. Für die meisten dürfte das auch ausreichen, denn Sie können ja, sobald ein Projekt abgeschlossen ist, dieses wieder aus der Dropbox entfernen und durch ein anderes ersetzen. Wenn Sie Dropbox aber auch als Backup-Lösung einsetzen wollen oder einfach mehr Speicherplatz benötigen, stehen die Pro 50-Version mit 50 GB Speicherplatz für 9.99 Dollar oder die Pro-100-Version mit 100 GB Speicherplatz für 19.99 Dollar zur Verfügung.
Diejenigen von Ihnen, die aus unterschiedlichen Gründen nicht mit webgestützten Anwendungen arbeiten können, wollen oder – im betrieblichen Bereich – dürfen, aber häufig mehrere PCs nutzen, kennen das Problem. Sie fangen im Büro an, an einem Bericht zu schreiben und wollen diesen am Wochenende zuhause an Ihrem Laptop fertigstellen, vergessen aber, das Dokument auf Ihrem USB-Stick zu speichern. Dann ist guter Rat teuer. Eine komfortable, einfach zu handhabende und kostenlose bzw. kostengünstige Lösung dafür bietet Dropbox an. Und so geht das.
Installation
Sie laden sich zunächst von hier die benötigte Software herunter, die für Windows, Mac und Linux zur Verfügung steht, und installieren diese auf Ihren verschiedenen PCs, was kaum mehr als eine Minute dauert. Außerdem richten Sie sich im Verlauf dieses Prozesses einen Account bei Dropbox im Web ein. Von nun an steht Ihnen – so, wie im nachstehenden Screenshot zu sehen - auf jedem Ihrer Computer ein neues Verzeichnis namens “My Dropbox” zur Verfügung und alle Ordner, Unterordner und Dateien, die Sie auf einem dieser Computer darin ab- oder anlegen, werden über alle anderen Computer hinweg automatisch synchronisiert. Diese Synchronisierung erfolgt über das Web, es ist also nicht erforderlich, dass die PCs über LAN oder WLAN verbunden sind.
Der Prozess beginnt automatisch schon während Sie einen PC hochfahren und läuft überraschend schnell ab. An seinem Ende bekommen Sie in der Taskleiste eine Meldung angezeigt, dass alle Verzeichnisse und Dateien synchron sind.
Nutzung
Die einfachste und bequemste Möglichkeit, Dropbox zu nutzen, besteht darin, einfach die Verzeichnisse mit den Dateien Ihrer aktuellen Projekte temporär in die Dropbox zu verschieben, wie im Screenshot mein “Winterthur-Projekt”, ein Ordner mit mehreren Unterordern. Dann wird synchronisiert und zusätzlich auf der Dropbox-Website ein Backup angelegt, ohne dass Sie auch nur daran denken müssten. Über diese Website können Sie übrigens auch, dies eine weitere sehr hilfreiche Funktionalität des Dienstes, Ordner oder Dateien mit anderen – beispielsweise in einer studentischen Arbeitsgruppe – teilen.
Außerdem erlaubt Ihnen das den Zugriff auf Ihre Dateien auch an PCs, auf denen die Dropbox-Software nicht lokal installiert ist, etwa in einem Internetcafé.
Kosten
Die Basisversion des Dienstes, mit der Ihnen insgesamt 2 GB an Speicherplatz zur Verfügung stehen, ist kostenlos. Für die meisten dürfte das auch ausreichen, denn Sie können ja, sobald ein Projekt abgeschlossen ist, dieses wieder aus der Dropbox entfernen und durch ein anderes ersetzen. Wenn Sie Dropbox aber auch als Backup-Lösung einsetzen wollen oder einfach mehr Speicherplatz benötigen, stehen die Pro 50-Version mit 50 GB Speicherplatz für 9.99 Dollar oder die Pro-100-Version mit 100 GB Speicherplatz für 19.99 Dollar zur Verfügung.
Tools zum Wissensmanagement: iCyte, Mendeley, Zotero
[ursprünglich veröffentlicht am 11.12.2009 von Prof. Dr. Wolfgang Schumann]
Um auch nur einigermaßen sinnvoll mit der immensen Fülle von Informationen, die das Web uns bietet, umgehen zu können, ist ein leistungsfähiges System der Ablage – wie man altmodisch sagen würde – beziehungsweise ein intelligentes Tool zum Wissensmanagement – so die aktuelle Terminologie – unverzichtbar. Und davon gibt es aus eben diesem Grund ein breites Angebot von Lösungen. Dass die eine Universal- und Patentlösung nicht existiert, versteht sich von selbst, denn dazu sind die Vorkenntnisse und Ansprüche der Nutzer einfach viel zu unterschiedlich. Ich habe deswegen heute drei wirklich empfehlenswerte Angebote und weiterführende Informationen dazu in Form von Videos und Präsentationen zusammengestellt, die es ermöglichen sollten, das für Sie passende Instrument zu finden.
iCyte ist sehr leicht zu handhaben und lässt sich breit, für alle möglichen Zwecke, von der Rezept- bis zur Literatursammlung, einsetzen. Einen guten Überblick über seine Funktionen und Möglichkeiten bietet ein rund vierminütiges Videos: iCyte Overview from stephen foley on Vimeo.
Mendeley richtet sich dezidiert an die Wissenschafts-Community, geht mit seinen Funktionen deswegen über ein reines Wissensmanagement-System hinaus und bietet auch Möglichkeiten zur Kooperation in Netzwerken an. Mehr über Mendeley erfahren Sie auf einer gesonderten Seite des Herstellers (How It Works) sowie in zahlreichen über Scribd angebotenen Manuskripten und Präsentationen (geben Sie auf Scribd einfach mendeley als Suchbegriff ein). Eine davon:
Mendeley Teaching Presentation
Zotero - bei Zotero handelt es sich um eine veritable, funktionsreiche Literaturverwaltung, die in Form einer Firefox-Extension angeboten wird, das heißt, sie ist nur nutzbar, wenn Sie auch Firefox als Ihren Browser verwenden! Zotero offeriert ebenfalls eine Einführung in Form eines Videos. Klicken Sie einfach auf den nachstehenden Screenshot, dann gelangen Sie zu der Seite, von der aus Sie den Film abspielen können.

Nehmen Sie sich die Zeit, um genau zu prüfen, was für Sie geeignet ist, denn ein anschließender Wechsel ist nicht oder nur mit größtem Aufwand möglich.
iCyte ist sehr leicht zu handhaben und lässt sich breit, für alle möglichen Zwecke, von der Rezept- bis zur Literatursammlung, einsetzen. Einen guten Überblick über seine Funktionen und Möglichkeiten bietet ein rund vierminütiges Videos: iCyte Overview from stephen foley on Vimeo.
Mendeley richtet sich dezidiert an die Wissenschafts-Community, geht mit seinen Funktionen deswegen über ein reines Wissensmanagement-System hinaus und bietet auch Möglichkeiten zur Kooperation in Netzwerken an. Mehr über Mendeley erfahren Sie auf einer gesonderten Seite des Herstellers (How It Works) sowie in zahlreichen über Scribd angebotenen Manuskripten und Präsentationen (geben Sie auf Scribd einfach mendeley als Suchbegriff ein). Eine davon:
Mendeley Teaching Presentation
Zotero - bei Zotero handelt es sich um eine veritable, funktionsreiche Literaturverwaltung, die in Form einer Firefox-Extension angeboten wird, das heißt, sie ist nur nutzbar, wenn Sie auch Firefox als Ihren Browser verwenden! Zotero offeriert ebenfalls eine Einführung in Form eines Videos. Klicken Sie einfach auf den nachstehenden Screenshot, dann gelangen Sie zu der Seite, von der aus Sie den Film abspielen können.

Nehmen Sie sich die Zeit, um genau zu prüfen, was für Sie geeignet ist, denn ein anschließender Wechsel ist nicht oder nur mit größtem Aufwand möglich.
Tipps und Tricks zur Nutzung des Mindmanagers
[ursprünglich veröffentlicht am 27.11.2009 von Prof. Dr. Wolfgang Schumann]
Bekanntlich schöpfen die meisten Nutzer die umfangreichen Funktionen ihrer Programme nur zum geringsten Teil aus. Das gilt für die täglich verwendete Textverarbeitung wie Microsoft Word – arbeiten Sie mit Format- und Dokumentvorlagen? Es gilt möglicherweise noch mehr für Software wie ein Mindmapping-Programm, das viele nur ab und zu nutzen. Da kommt der Beitrag von zwei Autoren des Mindjet-Blogs “Top 10 MindManager Features You Didn’t Know About” gerade recht.
Auf der Grundlage meiner persönlichen, langjährigen Erfahrungen in der Arbeit mit Mindmanager, der zu der Software gehört, die ich mit am meisten nutze, möchte ich Ihnen besonders das Ausprobieren der folgenden Tipps empfehlen:
Auf der Grundlage meiner persönlichen, langjährigen Erfahrungen in der Arbeit mit Mindmanager, der zu der Software gehört, die ich mit am meisten nutze, möchte ich Ihnen besonders das Ausprobieren der folgenden Tipps empfehlen:
- Das Arbeiten im Brainstorming-Modus (Tipp 2). Sie glauben gar nicht, welch innovativen Ideen Ihnen kommen, wenn Sie einmal Ihre Gedanken (zunächst) nicht nach Kapiteln oder Teilen ordnen.
- Die Nutzung von Textmarkierungen (Tipp 5), die ihre Stärken nicht zuletzt in sehr großen Maps im Zusammenhang mit dem Power-Filter (Tipp 6) ausspielen können.
- Die Möglichkeit, sich nur einzelne Zweige anzeigen zu lassen (Tipp 7). Auch das kann gerade bei sehr umfangreichen Maps außerordentlich hilfreich sein.
Dienstag, 23. August 2011
Evernote ermöglicht (endlich) auch Zusammenarbeit
[ursprünglich veröffentlicht am 26.06.2009 von Prof. Dr. Wolfgang Schumann]
Was für andere Web-Notebook-Lösungen, wie beispielsweise das gute alte und – leider – aufs Altenteil geschickte Google Notebook oder das Zoho Notebook selbstverständlich war und ist, nämlich zusammen mit anderen an einem Notebook arbeiten, und das heißt unter anderem, gemeinsam Inhalte zusammentragen zu können, war bislang bei Evernote nicht möglich. Das war um so bedauerlicher, als Evernote ansonsten eine exzellente Lösung für das “Notetaking” bietet, die neben dem webgestützten Dienst auch eine Anwendung für den Desktop und das Mobilfunktelefon (iPhone und Blackberry) umfasst und das alles auch noch wunderbar synchronisiert.
Das hat sich nun mit einem vor wenigen Tagen erfolgten Update geändert. Mit einem Klick auf den neuen Menüpunkt “Sharing” in der linken vertikalen Navigationsleiste können nun Evernote-Nutzer zu einer Liste all ihrer Notebooks gelangen. Über die Schaltfläche “Start Sharing” bei dem Notebook, das sie teilen möchten, gelangen sie zum entscheidenden Fenster.
Die links zu sehende Option, nämlich ein Notebook zu publizieren, gab es bereits vorher. Neu ist die rechts zur Verfügung stehende Möglichkeit, einzelne Personen zur Zusammenarbeit einzuladen. Allerdings – und das ist, zumindest auf den ersten Blick, der Haken an der Geschichte – steht diese nur Premiumnutzern zur Verfügung. Dabei sollte man aber wissen, dass die Gebühr für diesen wirklich hervorragenden Dienst sich auf gerade mal 5 Dollar pro Monat oder 45 Dollar pro Jahr beläuft. Das ist meines Erachtens für die gebotenen Leistungen mehr als fair und angemessen.
Das hat sich nun mit einem vor wenigen Tagen erfolgten Update geändert. Mit einem Klick auf den neuen Menüpunkt “Sharing” in der linken vertikalen Navigationsleiste können nun Evernote-Nutzer zu einer Liste all ihrer Notebooks gelangen. Über die Schaltfläche “Start Sharing” bei dem Notebook, das sie teilen möchten, gelangen sie zum entscheidenden Fenster.
Die links zu sehende Option, nämlich ein Notebook zu publizieren, gab es bereits vorher. Neu ist die rechts zur Verfügung stehende Möglichkeit, einzelne Personen zur Zusammenarbeit einzuladen. Allerdings – und das ist, zumindest auf den ersten Blick, der Haken an der Geschichte – steht diese nur Premiumnutzern zur Verfügung. Dabei sollte man aber wissen, dass die Gebühr für diesen wirklich hervorragenden Dienst sich auf gerade mal 5 Dollar pro Monat oder 45 Dollar pro Jahr beläuft. Das ist meines Erachtens für die gebotenen Leistungen mehr als fair und angemessen.
Professionelle Internetrecherche und Wissensmanagement für Mediziner - ein Seminar von agora-wissen
[ursprünglich veröffentlicht am 10.06.2009 von Prof. Dr. Wolfgang Schumann]
Präzise zu recherchieren, in seinem Wissensgebiet auf dem Laufenden zu bleiben, Wissen und Informationen schnell wieder zur Verfügung zu haben – das ist offensichtlich in allen Bereichen wissenschaftlichen Arbeitens zu einem entscheidenden Erfordernis geworden. Es gibt allerdings ein Feld, in dem dies nicht nur wichtig ist, sondern im wahrsten Sinne des Wortes überlebenswichtig sein kann, die Medizin. Auch hier gilt natürlich, dass grundsätzlich all die fantastischen Möglichkeiten zur Verfügung stehen, über die Sie als Leserin oder Leser des agora-wissen-Blogs Bescheid wissen: medizinische Spezialsuchmaschinen, Alerts, die Suchergebnisse automatisch auf den neuesten Stand bringen, RSS-Feeds, automatische Übersetzung etc.
Aber haben Sie je bei einem Besuch in einer Praxis Ihren Arzt oder Ihre Ärztin auf eine Frage hin schnell seine oder ihre RSS-Feeds durchgehen oder eine der medizinischen Suchmaschinen konsultieren sehen? Mit großer Wahrscheinlichkeit nicht. Das liegt in den meisten Fällen aber nicht daran, dass diese Personengruppe nicht bereit wäre, neue Möglichkeiten zu nutzen, sondern daran, dass sie einfach nicht weiß, dass es Web 2.0, ein Deep Web, medizinische Spezialsuchmaschinen, RSS und vieles andere mehr gibt, und von daher das Potenzial, das diese Instrumente bieten, um sich auf dem Laufenden zu halten, überhaupt nicht kennen kann.
Der Grund ist offensichtlich: Diejenigen, die gleichsam an der Front der medizinischen Versorgung stehen, die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, sind in der Regel mit anderen Aufgaben hoffnungslos überlastet und haben von daher eben einfach nicht die Zeit, sich darüber zu informieren.
Dies waren, kurz gesagt, die Überlegungen, die uns dazu veranlasst haben, über eine Lösung für dieses Problem nachzudenken, und wir sind fest davon überzeugt, eine gefunden zu haben. Sie besteht aus einem eintägigen Seminar, an dessen Konzeption und Inhalten wir in den letzten Monaten intensiv gearbeitet und gefeilt haben. Diese Fortbildung - "Professionelle Internetrecherche und Wissensmanagement für Mediziner" - ergänzt ab sofort unser Portfolio an Seminaren für Professoren, Dozenten, Journalisten etc. Mehr dazu finden Sie auf unserer Website...
Aber haben Sie je bei einem Besuch in einer Praxis Ihren Arzt oder Ihre Ärztin auf eine Frage hin schnell seine oder ihre RSS-Feeds durchgehen oder eine der medizinischen Suchmaschinen konsultieren sehen? Mit großer Wahrscheinlichkeit nicht. Das liegt in den meisten Fällen aber nicht daran, dass diese Personengruppe nicht bereit wäre, neue Möglichkeiten zu nutzen, sondern daran, dass sie einfach nicht weiß, dass es Web 2.0, ein Deep Web, medizinische Spezialsuchmaschinen, RSS und vieles andere mehr gibt, und von daher das Potenzial, das diese Instrumente bieten, um sich auf dem Laufenden zu halten, überhaupt nicht kennen kann.
Der Grund ist offensichtlich: Diejenigen, die gleichsam an der Front der medizinischen Versorgung stehen, die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, sind in der Regel mit anderen Aufgaben hoffnungslos überlastet und haben von daher eben einfach nicht die Zeit, sich darüber zu informieren.
Dies waren, kurz gesagt, die Überlegungen, die uns dazu veranlasst haben, über eine Lösung für dieses Problem nachzudenken, und wir sind fest davon überzeugt, eine gefunden zu haben. Sie besteht aus einem eintägigen Seminar, an dessen Konzeption und Inhalten wir in den letzten Monaten intensiv gearbeitet und gefeilt haben. Diese Fortbildung - "Professionelle Internetrecherche und Wissensmanagement für Mediziner" - ergänzt ab sofort unser Portfolio an Seminaren für Professoren, Dozenten, Journalisten etc. Mehr dazu finden Sie auf unserer Website...
Google Reader mit neuen Funktionen
[ursprünglich veröffentlicht am 27.05.2009 von Prof. Dr. Wolfgang Schumann]
Der Google RSS-Reader, der, seit ich begonnen habe, ihn zu nutzen, zu einer der tragenden Säulen meines Wissensmanagements geworden ist, bietet wieder einmal einige neue und nützliche Funktionen, zu denen Sie über den Link “Browse for stuff” auf der linken Seite des Fensters gelangen. Über drei Registerkarten (Browse, Search, Recommendations) verteilt, stehen Ihnen dann folgende Möglichkeiten zur Verfügung:
Auf der ersten können Sie einmal vorgefertigte Sets mit rund 7 bis 14 Feeds zu allen möglichen Themenbereichen – das Angebot umfasst aktuell (26.05.2009) rund 500 – abonnieren. Das kann, wenn Sie sich schnell darüber informieren wollen, was gerade aktuell in einem bestimmten Gebiet diskutiert wird, sehr hilfreich sein, zumal es auf dem üblichen Weg ohne weiteres möglich ist, individuelle Feeds einfach wieder zu löschen. Schauen Sie sich doch einfach einmal die Übersicht an; es könnte sich lohnen.
Darüber hinaus können Sie aber auch selbst aus Ihren persönlichen Abonnements eigene Sets oder Bundles erstellen, diese zu Ihren “shared items” hinzufügen – und damit Freunden, Kolleginnen und Kollegen oder Studierenden die Option eröffnen, diese zu abonnieren. Es ist also mit anderen Worten sehr leicht möglich, das vorgefertigte Angebot an Bundles von Google ganz individuell zu ergänzen. Das geht übrigens kinderleicht; Sie ziehen Feeds, die Sie mit aufnehmen wollen, einfach per Drag and Drop in einen vorgegebenen Bereich.
Die Registerkarte “Search” bietet, wie der Name vermuten lässt, eine ganze Reihe von Optionen, um Feeds zu suchen und zu finden. Besonders hilfreich finde ich, dass von hier aus einfach über die Eingabe des Nutzernamens Feeds zu Aktivitäten von Bekannten oder Kollegen auf Diensten wie Blogger, delicous etc. abonniert werden können.
Über die Registerkarte “Recommendations” schließlich gelangen Sie zu persönlichen Empfehlungen, die Google Reader auf der Grundlage Ihrer bestehenden Abonnements zusammenstellt. Diese sind in meinem Falle praktisch durchgängig hochrelevant, spiegeln also in der Tat sehr gut meine Interessen wider, und ich habe schon eine ganze Reihe der empfohlenen Feeds abonniert und lese sie regelmäßig mit Gewinn.
Auf der ersten können Sie einmal vorgefertigte Sets mit rund 7 bis 14 Feeds zu allen möglichen Themenbereichen – das Angebot umfasst aktuell (26.05.2009) rund 500 – abonnieren. Das kann, wenn Sie sich schnell darüber informieren wollen, was gerade aktuell in einem bestimmten Gebiet diskutiert wird, sehr hilfreich sein, zumal es auf dem üblichen Weg ohne weiteres möglich ist, individuelle Feeds einfach wieder zu löschen. Schauen Sie sich doch einfach einmal die Übersicht an; es könnte sich lohnen.
Darüber hinaus können Sie aber auch selbst aus Ihren persönlichen Abonnements eigene Sets oder Bundles erstellen, diese zu Ihren “shared items” hinzufügen – und damit Freunden, Kolleginnen und Kollegen oder Studierenden die Option eröffnen, diese zu abonnieren. Es ist also mit anderen Worten sehr leicht möglich, das vorgefertigte Angebot an Bundles von Google ganz individuell zu ergänzen. Das geht übrigens kinderleicht; Sie ziehen Feeds, die Sie mit aufnehmen wollen, einfach per Drag and Drop in einen vorgegebenen Bereich.
Die Registerkarte “Search” bietet, wie der Name vermuten lässt, eine ganze Reihe von Optionen, um Feeds zu suchen und zu finden. Besonders hilfreich finde ich, dass von hier aus einfach über die Eingabe des Nutzernamens Feeds zu Aktivitäten von Bekannten oder Kollegen auf Diensten wie Blogger, delicous etc. abonniert werden können.
Über die Registerkarte “Recommendations” schließlich gelangen Sie zu persönlichen Empfehlungen, die Google Reader auf der Grundlage Ihrer bestehenden Abonnements zusammenstellt. Diese sind in meinem Falle praktisch durchgängig hochrelevant, spiegeln also in der Tat sehr gut meine Interessen wider, und ich habe schon eine ganze Reihe der empfohlenen Feeds abonniert und lese sie regelmäßig mit Gewinn.
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