Mittwoch, 24. August 2011

Los Angeles entscheidet sich für Google Apps

[ursprünglich veröffentlicht am 20.12.2009 von Prof. Dr. Wolfgang Schumann]

Zwar berichten wir an dieser Stelle immer wieder und wieder über webbasierte Anwendungen, wenn ich dann allerdings in Seminaren darüber berichte, zeigt sich, dass mit ganz wenigen Ausnahmen keiner davon gehört hat, geschweige denn sich vorstellen kann, welche neuartigen Möglichkeiten des Arbeitens und Zusammenarbeitens sich damit verbinden. “Webapps”, wie es im Englischen so schön heißt, scheinen in Deutschland einfach noch nicht so richtig  angekommen zu sein.

In den Vereinigten Staaten stellt sich die Situation im Vergleich dazu grundlegend anders dar. Dort haben nicht nur zahlreiche Unternehmen Online-Anwendungen eingeführt, sondern in massivem Umfang auch staatliche Stellen auf allen Ebenen des politischen Systems, von der Bundesregierung über die Einzelstaaten bis hin zu den Kommunen (vergleichen Sie dazu auch unseren Blog “Politische Bildung und Web 2.0”, auf dem wir uns speziell dem Thema Politik und Regieren mit Web 2.0 widmen).

Ich möchte Ihnen dazu ein aktuelles Beispiel vorstellen – Los Angeles –, nicht zuletzt auch, um Sie darüber zu informieren, warum man sich dort für Google Apps entschieden hat. Das führt der verantwortliche CTO (Chief Technology Officer) von L.A., Randi Levin, in einem Gast-Blogposting für den Google Enterprise Blog aus. Sie nennt dort vor allem:
  • verbesserte Zusammenarbeit. Mit Instant Messaging, Videokonferenzen und der Möglichkeit der gleichzeitigen Bearbeitung von Dokumenten durch verschiedene Personen – so Levin – wird sich diesbezüglich die Situation der Stadtangestellten grundlegend verbessern;
  • verbesserter Zugang zu Daten dadurch, dass diese von allen Computern mit Internet-Zugang aber auch von Mobilfunkgeräten erreichbar sind;
  • wesentlich mehr Speicherplatz, zum Beispiel bei E-Mails 25mal mehr als bislang;
  • verbesserte Sicherheit (!);
  • massive Kosteneinsparungen.

Und die Moral von der Geschicht? Zeit, um – nicht nur, aber auch vor dem Hintergrund leerer Kassen – auch in Deutschlands Städten/Gemeinden, Ländern und im Bund intensiver über den Einsatz von Online-Anwendungen nachzudenken.

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