Samstag, 4. Januar 2020

Jurn und Graft - über die Leistungsfähigkeit von Google Custom Search-Engines

Wer einen Google-Account hat, kann sich unter https://cse.google.com/cse/ eine eigene Suchmaschine basteln. Man kann also Seiten sammeln, auf denen man besonders qualitätsvolle Ergebnisse erwartet und diese exklusiv durchsuchen. Man kann auf einer Homepage eine Suche anbieten, die nur bestimmte Seiten umfaßt. Und man kann einen Dienst aufbauen, der die Google Volltextsuche für bestimmte Seiten erschließt, beispielsweise E-Journals in einem bestimmten Gebiet oder Seiten mit Hochschulschriften. Das ist das, was David Haden unter den Labels "Jurn" und "Graft" getan hat. Deshalb hier eine kurze Vorstellung dieser Dienste:
  • Jurn [http://www.jurn.org/#gsc.tab=0] gibt es schon recht lange, fing an als Zeitschrifteninhaltsdienst für Kunstzeitschriften und wurde nach und nach erweitert. Es gibt auch einen Index von zwei Dritteln der ausgewählten Quellen, wo man sich einen Überblick verschaffen kann. - Man sucht hier im Volltext der Artikel (sprich: in dem Segment, welches Google indexiert) und kann die Reihenfolge nur dadurch beeinflussen, indem man die Suchsyntax nach Google-Manier beeinflußt. - Jurn wäre als Konkurrent der Artikelsuche in DOAJ [https://www.doaj.org/] zu sehen. 
  • Graft [http://www.jurn.org/graft/] nennt sich "Global Repository Access Full-Text" und durchsucht Volltexte und Einträge in 4,765 repositories. Es ist somit ein Konkurrent der Spezialsuchmaschinen BASE [https://www.base-search.net/] und OAISTER [https://oaister.worldcat.org/] schlägt sich hier recht wacker. Auch hier kann man das Ranking nicht beeinflussen außer durch Veränderung der Suchbegriffe.